Kieler Clubs gegen GEMA

Photo by Francesco Paggiaro on Pexels.com

In der heutigen Kieler Nachrichten wird gegen die GEMA gewettert. In dem Falle betrifft es laut Artikel insbesondere zwei Läden in Kiel: Die Pumpe und die TraumGmbH. Am 27.10.2012 soll es dazu auch eine Kundgebung in Kiel geben.

Zum einen  gefällt mir der Begriff der „Abzocke“ nicht. Wenn es tatsächlich, wie ebenfalls im Artikel beschrieben, um lediglich 1,7 Prozent der Eintrittsgelder geht kann man kaum von Abzocke reden. Zur PUMPE kann man sagen, dass man hier über die Jahre immer weiter den Diskobetrieb ausgebaut hat, weil der Einnahmen generiert und im gleichen Atemzug das breite Kulturprogramm eingeschränkt hat. Und die ehemalige Traumfabrik ist ein kommerzieller Laden.

Im Artikel machen einige Kieler Club-Besitzer auch klar, dass sie sich für den Erhalt des Urheberrechts aussprechen: Ja klar, davon leben sie ja auch („zocken“ Besucher ab). Mein Mitleid hält sich also in Grenzen. Ein Club-Sterben wird es nicht geben. Ebensowenig wie damals nach der Einführung der Getränkesteuer (damals war die Traumfabrik auch in vorderster Front der Gegner).

Ich bin wahrlich kein Freund der GEMA, aber wenn diese Befürworter des Urheberrechts hier meinen ihre Gelddruckmaschinen zu Grabe tragen zu müssen, dann ist das einfach lächerlich.

2 Kommentare

  1. Die GEMA ist meiner Meinung nach ein Monopol und Selbstzweck. Nur Teile der Einnahmen werden an die Künstler ausgeschüttet. Die Getränkesteuer ist eine kommunale Steuer mit gesellschaftlichem Nutzen.
    Fühle ich mich von einem Club abgzockt, gehe ich nicht hin.Die GEMA zwingt mir ihre Abzocke jedoch an vielen Stellen förmlich auf, wenn ich mich nicht strafbar machen möchte.
    Und selbst wenn ich nicht in den AbzockClub gehe, bekommt die GEMA ihr Geld, da die Gebühr pauschal nach Personenkapazität erhoben wird.
    Ich will mich jetzt nicht für die Kieler Clubs stark machen, deren wirtschaftliche Situation kenne ich nicht, lediglich mal meine Meinung zur GEMA äußern. Für mich ist es ein Abzocke-Monopol. Genauso wenig, wie vielleicht die Clubs daran Sterben, stirbt die GEMA an einem Gebührenverzicht.

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    • Sicher. Aber es ging ja eher um die Clubs und weniger um die Künstler:innen. Sicher ist die GEMA reformbedürftig. Und man könnte auch das Monopol hinterfragen. Alles ist Marktwirtschaft nur das nicht. ZB – wieso sollten Künstler:innen ihre Vertretung nicht frei wählen dürfen? So wie bei Gewerkschaften?

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