Die wahren Hintergründe des Friedenslichts aus Bethlehem

Friedenslicht aus Bethlehem (11483045084)

Jedes Jahr wieder wird das „Friedenslicht aus Bethlehem“ in die Welt getragen. Angeblich ein Brauch aus Plan (heutige Tschechische Republik). Eine Zeitzeugin berichtete mir 2008 von den wahren Hintergründen:

Ich bin Jahrgang 1933 in Plan (Sudetenland) aufgewachsen. Ich habe gelesen
das Frau Ada Brandstetter (geb. Kusch) Reisen in die heutige Tschechische
Republik durchführt, um dabei das Licht aus Betlehem nach Plan zu tragen.
Frau Ada Kusch war die Tochters des Kämmerers Kusch aus Plan. Beide waren
damals stramme Nationalsozialisten.

Mit 10 Jahren wurde ich zwangsweise Mitglied der Jungmädel, deren Führerin Frau Ada Kusch war. Aus meiner Sicht war Frau Kusch damals linientreu. Am 21. Dezember wurde im Deutschen Reich die Wintersonnenwende gefeiert, als Ersatz des Weihnachsfestes. Weihnachtslieder durften nicht
mehr gesungen werden. Frau Ada Kusch sorgte dafür, das Kinder zum Appell erschienen mussten und so den Kindergottestdienst nicht besuchen konnten.
Wessen Kinder nicht zum Appel erschienen wurde zum „Bannführer“ bestellt
und hatten Konsequenzen zu befürchten. Ich kann mich als unmittelbare
Nachbarin der Kirche St. Peter und Paul und Tochter eines Sozialdemokraten
nicht daran erinnern, das es dort jemals eine Lichterprozession gegeben
hätte. Es gäbe auch noch mehr zu berichten, was ich mir aber an dieser
Stelle erspare.

Jedenfalls bin ich der Meinung, das Menschen wie Frau Ada Brandstetter lieber schweigen und sich nicht in der Öffentlichkeit so gerieren sollte.

Auch in Kiel kommt dieses Licht jedes Jahr an. Im Grunde ist es ein „Nazilicht“, wenn man den historischen Background betrachtet. Dem ORF und anderen Medien ist die Geschichte seit 2008 bekannt, aber es hat sich nichts getan. Aus aktuellem Anlaß daher noch ein Versuch über die wahren Hintergründe aufzuklären. Bitte um Weiterverbreitung. Zeit diesen Brauch zu stoppen!

5 Kommentare

  1. Es tut mir ja auch leid für alle, die diesen Nazibrauch jahrzehntelang in gutem Glauben unterstützt haben. Aber wer es ernst meint mit dem Verbannen von Nazigedankengut, darf deren Erfindungen nicht in die ganze Welt tragen! Ihr tanzt da auf den Gräbern der Opfer!

  2. Hallo Andrea,
    da liegst du total falsch. Herr Kusch, der Vater von Ada Brandstetter war eine Nazigröße im kleinen Städtchen Plan und seine Tochter Ada eben auch eine ganz stramme Anhängerin, die meine Zeugin persönlich erleben musste.

    Zitat aus dem Brauchwiki:

    Den Anstoß für die Friedenslichttradition lieferte Ada Brandstetter. Die Sudetendeutsche erinnerte sich während ihres Studiums in Linz an einen Weihnachtsbrauch, den ihr Vater zu ihrer Kindheit im heute tschechischen Plan pflegte. Eine Fichte auf einem öffentlichen Platz wurde als Christbaum aufgestellt. Den Kindern erzählte man, dass das Christkind selbst die Kerzen auf dem Baum anzünde. Diese Vorstellung faszinierte sie und die anderen Mädchen und Jungen sehr. Sie gingen am Weihnachtsabend dann zum Baum und holten mit ihren Laternen das Licht zu sich nach Hause, um damit den eigenen Christbaum zu erleuchten. Zunächst wollte sie die alte Tradition mit einer Fichte am Linzer Hauptplatz wiederbeleben. Diesen Gedanken verwarf sie aber bald. Im Mai 1986 erzählte sie Dr. Helmut Obermayr, dem damaligen Verantwortlichen von „Licht ins Dunkel“, von ihrer Idee, den Weihnachtsbrauch aus ihrer Kindheit in die Aktion zu integrieren und so auch Geld für diese zu sammeln. Sie hatte damit Erfolg. Schon im gleichen Jahr wurde das Friedenslicht von ihr in Betlehem geholt und am 24.Dezember konnten sich Kinder das Licht von einem Christbaum aus nach Hause nehmen. Ada Brandstetter sieht die Geschichte des Friedenslicht bis heute eher kritisch. Die Kommerzialisierung und der Medienrummel verdrängen ihrer Meinung nach den wahren Hintergrund der Tradition. Um an diese zu erinnern, fährt sie seit dem Jahr 2000 mit einer Gruppe aus Nußdorf am Attersee nach Wien, um das Friedenslicht zu holen und damit die Kerzen am Christbaum in der Peterskirche in Plan anzuzünden, von wo aus die Kinder das Licht mit nach Hause nehmen können. (Symbol für die Herzen: Vom Egerländer Brauch zum Friedenslicht, Brandstetter, Ada)
    Licht ins Dunkel

    Hinter der Aktion „Licht ins Dunkel“, einem Spendenprojekt in der Adventszeit, deren Höhepunkt jedes Jahr eine 14-stündige Fernsehsendung am 24. Dezember im ORF ist, steht der Verein „Licht ins Dunkel – Caritativer Verein für soziale-, körper- und geistig behinderte Mitmenschen“.

  3. Hi Thilo, Interessante Zeitzeugen Geschichte, hat nur gar nichts mit dem Friedenslicht zu tun. Wie du in den Hashtag deines Twitterbeitrags erwähnst, geht das nämlich auf den ORF zurück und ist gar nicht so alt wie du Bezug nimmst.
    Und Lichtertraditionen zu Weihnachten und auch so im Winter gibt es ja eh wahnsinnig viele…

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