Wer #Klimaschutz sagt, darf bei #COVID19de nicht weg schauen!

Kids Want Climate Justice (34168280266)

Gestern wagte ich einen Rückblick auf meine Berichterstattung des zu COVID19 2020: Corona-Chroniken 2020 #CoronaKiel

Am Anfang war das Virus

Ende 2019 begann die Corona-Epidemie in China, bevor sie im Februar in Europa ankam. Wir machten uns als Europäer:ihnen eher lustig über das Tragen von Masken von Asiat:innen auf Flughäfen (seit ca. 2002 und SARS1). Seit dem Frühjahr 2020 tauchen die Querdenker/Coronaleugner vermehrt wieder in den Medien auf, zusammen mit Kritik von vielen Individuen und Gruppen an Gegenmaßnahmen zur Pandemie.

Parallelen zwischen Coronaleugner und Klimaleugnern

Im Kern kennt man das bereits aus der Debatte um den Klimawandel. Im Kern:

  • Das beschriebene Problem gibt es gar nicht
  • Es ist zumindest nicht so schlimm
  • Die Wissenschaft wurde gekauft und hat sich das ausgedacht
  • Dahinter steckt eine ganz andere Agenda nämlich…
  • Dahinter stecken bestimmte Personenkreise nämlich … (antisemitische Verschwörungstheorie)

Bewegungen wie Coronaleugner und Klimaleugner, aber auch Flatearther und Chemtrails-Fanatiker gehen in Fundamentalposition und behaupten das Gegenteil.

Banner von den Querdenkern in Kiel am 17.4.21 mit Nazivergleichen

Man beobachtet da eine Geschichtsvergessenheit, die ihresgleichen sucht. Rechtsradikale nutzen diese Methoden seit Jahrzehnten, um sich als Opfer zu inszenieren. Im letzten Jahr hat es so viele Angriffe gegen Journalist:innen gegeben wie noch nie. Und das primär durch Querdenker. Kritiker:innen der Querdenker bekommen Morddrohungen. Es ist bekannt, dass Rechtsradikale immer Teil dieser Demos in Deutschland sind. Unter welcher Fahne laufen da Viele also mit und gegen Wen grenzen sie sich nicht ab?

Die richtige Strategie im Umgang mit Rechtsradikalismus

Rechtsradikalismus ist auch Teil der bürgerlichen Mitte. Es gibt ein diffuses Feld aus Homöopathiebefürworter:innen, Esoteriker:innen, die „levitiertes“ Wasser trinken und Theorien und teilweise auf Sachen beziehen, die Nazis gutgeheißen haben. Es gibt einen großen Graubereich, zu dem man zB auch die 5G-Gegner:innen zählen kann. Kritik soll zwar immer möglich sein, aber es kommt doch sehr darauf an, wer sie wie äußert und in welchem Kontext! Ob nun Mobilfunkstrahlung oder Nebenwirkungen von Impfstoffen – alles das wird bereits untersucht. Problematisch ist die Ablehnung jeglicher Positionen der Vernunft und eine Konzentration auf Alles was am radikalsten ist.

Manche meinen nun, man müsste mit diesen Radikalen reden. Manche, wie Herr Liefers werden sogar in alle Talkshows eingeladen, um dort zu verkünden, dass er nirgendwo reden darf, weil Kritik an der Coronapolitik ja nicht mehr legitim sei. Oder das man nicht zu hart urteilen und ihnen die Tür offen halten soll zur Mitte. Eine Toleranz die kaum eine andere gesellschaftliche Gruppe erfährt.

Ganz anders bei den Querdenkern: Man kommt seit dem Beginn der Epidemie nie an ihnen vorbei. Es ist eine kleine aber lautstarke Minderheit, zumeist Privilegierte, denen es offenbar einen Tick zu gut geht und die sofort „Unterdrückung“ schreiben, wenn sie in einem Büro Maske tragen sollen.

Leider auch verbreitet: Die Meinung, dass es ganz gut wäre, wenn die Schwachen jetzt sterben würden. Gerade Letzteres offenbart, dass die Naziideologie und Gedanken wie Euthanasie nach wie vor präsent sind. Gepaart mit Verleumdung von Millionären oder Gruppen, die angeblich die Welt regieren (durch die Blume gesagt meinen sie damit meist die Juden, manchmal zitieren sie die aber auch gerne, um zu beweisen, dass sie ja selber keine Rechten seien). Eine Toleranz gegenüber diesen radikalen Meinungen tut uns nicht gut.

Distanzierung Abgrenzung als alternative Strategie

Ich war selber zB einige Zeit im BUND Mitglied und habe beim BUND Schleswig-Holstein gearbeitet. Sowohl auf Landesebene als auch Kreisebene wurden viele Theorien bis heute stillschweigend geduldet wie:

  • 5G-Verschwörer
  • Geomantie-Anhänger
  • Coronaleugner

und zwar nicht nur bei den einfache Mitgliedern, sondern auch bei Funktionsträger:innen. Wenngleich man es nicht offen unterstützt, so spricht eine Duldung doch Bände. Aus einer Stellungnahme des BUND Schleswig-Holstein auf die ich verwiesen wurde zum Vorwurf, das ihren Mitgliedern auch an vorderster Front Querdenken aktiv sind:

Wir beobachten den Schulterschluss einzelner Akteurinnen mit antiwissenschaftlichen Gruppierungen und rechten Strömungen mit großer Sorge. Wir als BUND distanzieren uns wie auch andere zivilgesellschaftliche Organisationen klar von Querdenkerinnen und Coronaleugner*innen.

Zitat aus der Stellungnahme des BUND SH

Der Verweis auf diese Allgemeinplätze sind natürlich unbefriedigend, wie viel denn eine Distanzierung wert ist, wenn führende Köpfer der Querdenker gleichzeitig in einem Verband zu den führenden Köpfen gehören? Man distanziert sich also als Ritual, weil das erwartet wird. Darüber hinaus scheint es aber keine echte Distanzierung zu geben. Gutes Krisenmanagement sieht anders aus.

Fazit

Es gibt unzählige Position zur Corona-Pandemie. Es gibt keine (auch nur drohende) Diktatur. Es gibt keine gleichgeschaltete Presse. Vielelciht fehlt es sogar eher mehr an einem Konsens, die Pandemie wirklich bezwingen zu wollen. Hingegen ist es wichtig klare Grenzen aufzzueigen und Dinge zur Sprache bringen, die einem aufstoßen! Wer auf Dauer wegschaut und Menschen deckt, die bei dem Geschwurbel mitmachen, wird Teil des Problems, bzw. trägt dazu bei, dass sich Verschwörungsideologien weiter ausbreiten. Mit all den Kollalteralschäden!

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