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<title>KielKontrovers</title>
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<description>Gesellschaftliches Blog aus Kiel</description>
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<lastBuildDate>Wed, 11 Mar 2026 23:00:00 GMT</lastBuildDate>
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  <title>SoLaWi: Solidarische Landwirtschaft ist keine Lösung</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/03-solawi/</link>
  <description><![CDATA[ 

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<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.solawi-dalborn.org/gemuese-abholung/"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-solawi/images/Lastenrad.jpg" class="img-fluid figure-img"></a></p>
<figcaption>Gemüseabholung mit Lastenrad</figcaption>
</figure>
</div>
<p><strong>Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) gilt bei manchen als Modell für neue Art der Bewirtschaftung und Finanzierung von Landwirtschaft. Doch was ist wirklich dran?</strong></p>
<section id="was-ist-solawi" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="was-ist-solawi">Was ist SoLaWi?</h2>
<p>Die heutige <strong>SoLaWi</strong> leitet sich primär von Ideen der anthroposophischen, biodynamischen Landwirtschaft ab. Die SoLaWi übernahm deren “ganzheitlichen” Ansatz, die Betonung der Gemeinschaft in der Landwirtschaft und das Ziel einer vertrauensvolle Beziehung zwischen Landwirt:innen und Verbraucher:innen. Viele SoLaWi-Betriebe sind auch Demeter-Betriebe. Die Kernpunkte der deutschen SoLaWi sind:</p>
<ul>
<li><p><strong>Ernteanteile statt Warenkauf:</strong> Mitglieder erwerben Anteile an der Ernte und erhalten im Gegenzug saisonale, frische Lebensmittel – unabhängig von Ertragsschwankungen.</p></li>
<li><p><strong>Transparenz:</strong> Offene Einblicke in Anbau, Produktion und Hofabläufe stärken das Vertrauen zwischen Landwirt:innen und Mitgliedern.</p></li>
<li><p><strong>Aktive Mitgestaltung:</strong> Möglichkeiten zur Erntehilfe oder Hofmitarbeit fördern die Gemeinschaft und ermöglichen teilweise vergünstigte Mitgliedschaften.</p></li>
<li><p><strong>Ökologischer Anbau:</strong> Solawis arbeiten nach strengen ökologischen Richtlinien (z. B. Demeter, Bioland) und verzichten auf synthetische Düngemittel oder Pestizide.</p></li>
<li><p><strong>Lokale Distribution:</strong> Die Ernte wird über Mitglieder in regionalen Depots verteilt – kurz, frisch und ohne lange Transportwege.</p></li>
</ul>
</section>
<section id="kritik-an-der-solawi" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="kritik-an-der-solawi">Kritik an der SoLaWi:</h2>
<section id="ist-die-konkurrenz-für-kleine-bioläden" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="ist-die-konkurrenz-für-kleine-bioläden">…ist die Konkurrenz für kleine Bioläden</h3>
<div class="quarto-figure quarto-figure-right">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-solawi/images/20181119_biogaarden.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Eingangstür Bioladen (BioGaarden Kiel 2018)"></p>
<figcaption>Kleiner Bioladen BioGaarden 2018</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Es wird oft gesagt, SoLaWi wäre die Alternative zu Discountern und Supermärkten. Doch SoLaWi bieten fast ausschließlich Bioprodukten und die großen Bioketten wie Alnatura oder Denns spielen in einer anderen Liga. Letztlich ist dieser Distributionsweg primär eine Konkurrenz für (kleine) Bioläden und Einkaufskooperativen, die auf ihre Art eine andere Wirtschaft leben wollen. Die Betriebe wollen den Zwischenhandel weitestgehend ausschließen und über einen Direktvertrieb einen höheren Anteil des Verkaufspreises zu erzielen, der sonst an Bioläden und Großhandel geht.</p>
</section>
<section id="bedeutet-dass-mehr-arbeit-ehrenamtlich-erledigt-wird" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="bedeutet-dass-mehr-arbeit-ehrenamtlich-erledigt-wird">… bedeutet, dass mehr Arbeit ehrenamtlich erledigt wird</h3>
<p>Vom Acker bis zum Kochtopf ist immer die gleiche Art von Arbeit oder Weg nötig. Die SoLaWi ersetzt bezahlte Arbeit durch ehrenamtliches Engagement und nutzt statt Ladenräumen Privaträume. Wo Bioläden Ladenflächen mieten und beheizen müssen und Personal bezahlen und versichern, stellen SoLaWis häufig einfach Kühlschränke. Den Transport an diese Lager oder Verteilpunkte erledigen auch die Mitglieder.</p>
<p>Auch beim Ernten werden Lohnkosten gespart, auch wenn die Arbeit der Mitglieder weniger effizient ist und die zusätzliche Anleitung wiederum Ressourcen im Hof bindet.</p>
</section>
<section id="erscheint-nicht-als-modell-einer-besseren-landwirtschaft" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="erscheint-nicht-als-modell-einer-besseren-landwirtschaft">… erscheint nicht als Modell einer besseren Landwirtschaft</h3>
<p>Das System ist nicht auf etwas Größeres skalierbar und ist elitär. Die Ernteanteile sind auch für viele mit geringerem Einkommen nicht finanzierbar. Eine neue und bessere Landwirtschaft muss aber zwingend skalierbar sein. Insofern ist sie kein Vorbild, an dem sich viele oder alle orientieren können.</p>
</section>
<section id="löst-nicht-das-problem-dass-agrarflächen-zu-spekulationsobjekten-werden." class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="löst-nicht-das-problem-dass-agrarflächen-zu-spekulationsobjekten-werden.">… löst nicht das Problem dass Agrarflächen zu Spekulationsobjekten werden.</h3>
<p>Zwar kann SoLaWi die wirtschaftliche Lage und Planbarkeit der Betrieb verbessern, aber hier können nur wenige Betriebe profitieren. Viele Finanzmittel bleiben in den Betrieben und werden nicht solidarisch eingesetzt um Agrarflächen anderswo zu erwerben. Anders als zB das <a href="https://ackersyndikat.org/">Ackersyndikat</a>.</p>
<p>Wenn Solawi Bioläden überflüssig macht, trägt sie auch dazu bei, dass statt einer nachhaltigen Struktur und Lagerhaltung die auch Arbeitsplätze schafft, eine private Struktur an die Stelle tritt, die auf Ehrenamt und Freiwilligkeit basiert.</p>
<p>Das System, dass die Mitglieder einen fixen Anteil bekommen und damit auch Produkte, die sie evtl. nicht konsumieren verlagert den Verlust durch Nicht -Verkauf vom Betrieb (und auch den Bioläden) auf die Privathaushalte. Die Ausgaben dafür sind relativ hoch, der Schwund und Verschwendung Zuhause steigt aber, weil die Leute weniger genau das kaufen, was sie brauchen. Das ist aus Sicht der Privathaushalte nicht nachhaltig. Allerdings wird dennoch über die Verteilerstruktur Ware verteilt, die nicht genutzt wird. Es erscheint auch fraglich, wenn unternehmerisches Risiko auf Familien und Einzelpersonen abgewälzt wird.</p>
</section>
<section id="ist-für-einzelne-betriebe-eine-teillösung-aber-nicht-für-die-branche" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="ist-für-einzelne-betriebe-eine-teillösung-aber-nicht-für-die-branche">… ist für einzelne Betriebe eine Teillösung, aber nicht für die Branche</h3>
<p>Das Prinzip von Solidarität ist an sich aber positiv. Auch das Landwirtschaft Unterstützung und Fläche braucht. Nur scheint das ganze nicht zu Ende gedacht und nicht gesamtwirtschaftlich betrachtet, sondern wieder eine Lösung für einzelne Betriebe.</p>
</section>
<section id="ist-luxus-für-besserverdienende" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="ist-luxus-für-besserverdienende">… ist Luxus für Besserverdienende</h3>
<p>Für Menschen mit geringem Einkommen werden dadurch Lebensmittel nicht erschwinglicher. Es ist damit auch ein eher ein Lifestyle, der zur aktuellen Zeit passt. So wie Apps wie To Good To Go oder Bambusfahrräder.</p>
</section>
</section>
<section id="fazit" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="fazit">Fazit</h2>
<p>SoLaWi ist extrem ideologisch aufgeladen un für viele ein sehr emotionales Thema. Dieser Artikel ist der Versuch einiges an Kritik, die ich als ehemaliger Bioladen-Betreiber mit Einblicken in die Landwirtschaft und Öko-Szene erworben habe. Dabei lernte ich viel über Anbau und Handel und die Schwierigkeiten des Bio-Lebensmitteleinzelhandels.</p>
<p>Kritik an den SoLaWis ist eher selten, häufiger findet man eine romantischer Verklärung. Ich betrachte dieses Konzept eher als Ablenkung, da es nicht wirklich gut verallgemeinerbar ist. Positiv ist es für einzelne Betriebe, aber eben aus einer klassisch-kapitalistischen Sicht, also die eigenen Kosten minimieren und Gewinne maximieren. Vermittelt wird das Ganze dann aber als ein unkommerzielles Konzept. Was auch Teil des Marketings ist.</p>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/03-solawi/</guid>
  <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Nicht olympiareif: Kiels Olympiabewerbung 100 Jahre nach der Segelolympiade 1936</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/</link>
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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/segelwettbewerbe1936.jpg" class="img-fluid" alt="Olympische Ringe und Gdenktafel der Olympischen Segelwettbewerbe 1936">Eine der Optionen, für die sich die Stadt Kiel bewusst bewirbt sind die Olympischen Sommerspiele 2036 (die anderen 2040 und 2044). Und dies obwohl die Olympischen Spiele 1936 für Deutschland problematisch waren.</p>
<section id="die-stadt-kiel-und-das-jahr-1936" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-stadt-kiel-und-das-jahr-1936">Die Stadt Kiel und das Jahr 1936</h2>
<p>Man würde also davon ausgehen, dass die Stadt Kiel besonders sensibel ist und sich darum bemüht mit umfassenden Informationen auf ihren Seiten über die Wahrheit von 1936 zu informieren.</p>
<p>Sucht man auf der Seite der Stadt Kiel, wird man aber schwer enttäuscht. Die einzige Seite ist diese:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/stadtarchiv/erinnerungstage.php?id=142">Kieler Erinnerungstag: 3. August 1936 Olympische Segelwettfahrten</a></li>
</ul>
<p>Dort werden überwiegend begeisterte Stimmen der damaligen Presse zitiert:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Der Führer des Deutschen Seglerverbandes Oberstleutnant a. D. Kewisch rief: <em>„Wind, Wellen und See schweißen Führer und Mannschaft zu einem Willen zusammen…“</em></p>
</blockquote>
<p>EIne historische Einordnung fehlt fast vollkommen. Der Text stammt von Christa Geckeler (1937 - 2014).</p>
<p>Doch weder die Stadt noch die Kieler Segelvereine thematisieren die Gleichschaltung der Vereine ab 1933 – obwohl dies in anderen Städten (z. B. Berlin) dokumentiert ist.“</p>
<p>Ich hatte die Stadt (Stadtarchiv und Stadtpräsidentin) auf diese Seite aufmerksam gemacht und erhielt am 19.1. folgende Antwort vom Leiter des Stadtarchivs:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Danke für Ihre kritische Rückmeldung. Wir freuen uns, wenn die Texte der Erinnerungstage gefunden und gelesen werden. An sich fassen wir diese Texte nicht mehr an. Die Seiten beruhen auf einem abgeschlossenen Projekt, der Text steht auf einem Stand von 2011, die Autorin ist bereits seit 2014 verstorben. Die Problematik, dass diese Texte veralten, ist uns schon begegnet. Es ist aber unmöglich, alle Texte der Erinnerungstage auf einem aktuellen Stand zu halten. Deshalb behandeln wir diese Texte als Online-Veröffentlichung, deren Autorschaft wir klar benennen und die wie andere Veröffentlichungen zitiert und auch kritisch hinterfragt werden kann. Die Alternative wäre nur ein Abschalten der Seiten. Trotzdem schauen wir uns den Text auf Ihre Rückmeldung hin noch einmal kritisch an. Denn wenn dort die Distanz der Landeshauptstadt Kiel zu den olympischen Segelwettbewerben 1936 nicht deutlich genug wird, müssen wir eine Lösung dafür finden. Wir geben Ihnen Rückmeldung, wenn wir zu einem Ergebnis gekommen sind.</p>
</blockquote>
<p>Die Antwort des Stadtarchivs offenbart ein strukturelles Problem: Statt Aufarbeitung wird Verharmlosung betrieben (‚Texte nicht mehr anfassen‘).</p>
<p>Nun startet am 9. März aber bereits die Abstimmung. Und es gibt keine neuen Informationen zu 1936 auf den Seiten der Stadt Kiel. Lediglich eine neue <a href="https://www.kiel.de/de/politik_verwaltung/meldung.php?id=142944">Pressemitteilung zu „Kiel kann Olympia“</a>, die wiederum versäumt auf 1936 einzugehen.</p>
</section>
<section id="die-hitleriade" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-hitleriade">Die „Hitleriade“</h2>
<div class="quarto-figure quarto-figure-right">
<figure class="figure">
<div class="quarto-figure quarto-figure-right">
<figure class="figure">
<p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:1936_Summer_Olympics_logo.svg"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/clipboard-3764030568.png" class="img-fluid quarto-figure quarto-figure-right figure-img" style="float: right" alt="This is the logo owned by International Olympic Committee for 1936 Summer Olympics." width="195"></a></p>
</figure>
</div>
<figcaption>Offizielles Logo die Spiele 1936</figcaption>
</figure>
</div>
<p>1936 fand die Premiere eines olympischen Fackellaufs statt.</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Die Kommunistische Partei Griechenlands etwa forderte einen Boykott der “<strong>Hitleriade</strong>” durch die Athleten aus Hellas. Und der kommunistische Jugendverband OKNE beschloss gar, den Fackellauf nach Deutschland zu verhindern. Aktionsgruppen wollten versuchen, die Flamme an verschiedenen Punkten in Griechenland zu löschen. Doch die Polizei bekam Wind von den Planungen, drei Tage vor dem Beginn des Fackel-Spektakels wurden rund 70 Beteiligte festgenommen - damit waren die Pläne durchkreuzt.</p>
</blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://www.spiegel.de/geschichte/olympia-proteste-a-946833.html">Der SPIEGEL 2008</a>.</p>
<p>Als Deutschland als Austragungsland 1931 beschlossen wurde, war Hitler noch nicht an der Macht. Es gab dann weltweit Proteste, vor allem in der USA, aufgrund dessen, was bereits über die Verfolgung von Juden bekannt war.</p>
<p>Deutsche Jüdinnen:Juden durften dann auch, entgegen anderslautender Zusagen Deutschlands, nicht an den Wettkämpfen teilnehmen.</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>„Ein Regime, das sich stützt auf Zwangsarbeit und Massenversklavung; ein Regime, das den Krieg vorbereitet und nur durch verlogene Propaganda existiert, wie soll ein solches Regime den friedlichen Sport und freiheitlichen Sportler respektieren? Glauben Sie mir, diejenigen der internationalen Sportler, die nach Berlin gehen, werden dort nichts anderes sein als Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr dieser Welt fühlt.“</p>
</blockquote>
<p>– Heinrich Mann auf Konferenz zur Verteidigung der olympischen Idee am 6. und 7. Juni 1936 in Paris</p>
<p>1936 beteiligte sich Deutschland bereits am Bürgerkrieg in Spanien um den Putschisten Franco zu stützen. Zu einem Boykott der Olympiade kam es nicht.</p>
</section>
<section id="die-eröffnungsfeier-am-2.-august-1936" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-eröffnungsfeier-am-2.-august-1936">Die Eröffnungsfeier am 2. August 1936</h2>
<p>Die Schleswig-holsteinische Landeszeitung hob in ihrem <a href="https://schriftgut.sh/viewer/image/PPN1856603067/374/LOG_0068/">Bericht zur Eröffnung am 4.8.</a> fett gedruckt hervor (<em>übrigens interessant, was auf <a href="https://schriftgut.sh/">schriftgut-sh.de</a> alles zu finden ist</em>):</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="PPN1856603067_00374.pdf"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/clipboard-2866991324.png" class="img-fluid figure-img" alt="denn Segeln bedeutet nicht nur sportlichen Kampf Mann gegen Mann, sondern darüber hinaus Kampf mit den Gemalten der Natur, der See und dem Wind. Diese aber geben unserem Sport seine Eigenart und er ziehen uns zu den höchsten Mannestugenden, Mut und Einsatz aller Kräfte, als letztes auch Einsatz des Lebens! Sie schmeißen Führer und Mannschaft zu einem Willen und zu fester Kameradschaft zusammen."></a></p>
<figcaption>Ausschnitt aus der Landeszeitung 4.8.1936</figcaption>
</figure>
</div>
<blockquote class="blockquote">
<p>denn Segeln bedeutet nicht nur sportlichen Kampf Mann gegen Mann, sondern darüber hinaus Kampf mit den Gemalten der Natur, der See und dem Wind. Diese aber geben unserem Sport seine Eigenart und er ziehen uns zu den höchsten Mannestugenden, Mut und Einsatz aller Kräfte, als letztes auch Einsatz des Lebens! Sie schmeißen Führer und Mannschaft zu einem Willen und zu fester Kameradschaft zusammen.</p>
</blockquote>
<p>Die Olympiade und auch die Segelwettspiele hatten für das Nazireich eine hohe propagandistische Bedeutung, wie auch in diesem Artikel deutlich wird.</p>
<p>Interessanterweise behält Olympia seinen Glanz durch die Jahrhunderte hinweg und alle Herrschenden bis zum Oberbürgermeister herab versuchen alles, um bis heute etwas von diesem Glanz abzubekommen.</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/schmiidt_hamburg_1936.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Schiffe zur Kieler Woche 1936"></p>
<figcaption>Gemälde von Robert-Schmidt Hamburg von der Kieler Woche 1936. Im Hintergrund das Laboer Ehrenmal</figcaption>
</figure>
</div>
</section>
<section id="jüdische-sportlerinnen-im-nazireich" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="jüdische-sportlerinnen-im-nazireich">Jüdische Sportler:innen im Nazireich</h2>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/Helene_Mayer,_c1936.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Helene Mayer um 1936 - Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 international"></p>
<figcaption>Helene Mayer um 1936- Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 international</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Jüdische Sportler:innen wurden in Deutschland ausgeschlossen und verfolgt. Die einzige jüdische Sportlerin, die auf Drängen der amerikanischen Öffentlichkeit und auf Intervention des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) antreten durfte war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Mayer">Helene Mayer</a>, die in Florett die Silbermedaille gewann.</p>
<p>Ob auch Kieler Vereine jüdische Mitglieder verrieten oder ausschlossen, bleibt unaufgeklärt – die Archive schweigen.</p>
<p>Ermordert wurden u.a. diese Sportler:innen:</p>
<ul>
<li><p>Brüder <a href="https://juedische-sportstars.de/baruch">Julius und Hermann Baruch</a></p></li>
<li><p>Cousins <a href="https://juedische-sportstars.de/flatow">Alfred und Gustav Felix Flatow</a></p></li>
<li><p><a href="https://juedische-sportstars.de/henoch">Lilli Hennoch</a></p></li>
<li><p><a href="https://juedische-sportstars.de/hirsch">Julius Hirsch</a></p></li>
<li><p><a href="https://juedische-sportstars.de/neppach">Nelly Neppach</a> nahm sich aufgrund der Verfolgung nach Depressionen 1933 das Leben</p></li>
</ul>
<p>Die Informationen dazu aus der <a href="https://juedische-sportstars.de/">Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung</a>“</p>
</section>
<section id="kieler-segelvereine-in-der-nazizeit" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="kieler-segelvereine-in-der-nazizeit">Kieler Segelvereine in der Nazizeit?</h2>
<p>Was passierte in der Nazizeit in den Segelvereinen? Sicher gab es dort auch jüdische Mitglieder. Eine oberflächliche Recherche</p>
<section id="akademischer-segelverein" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="akademischer-segelverein">Akademischer Segelverein</h3>
<ul>
<li><a href="https://www.asv-kiel.de/cms/index.php/startseite/geschichte">Geschichte</a></li>
</ul>
<blockquote class="blockquote">
<p><strong>Im Jahr 1933 wurde die Satzung dem „Führerprinzip“ entsprechend umgebaut</strong>. Der Studentenbund forderte die Kasernierung aller organisierten Studenten: Interimsunterkunft in den feuchten Kellern einer Schwanenwegvilla. … Von Kasernengeist liest man allerdings nichts: Abenteuerliche Feste, hochritualisierter Unsinn, das neue Jahr wird mit Bordkanone begrüßt. Tedje Gäthje trinkt mit einem von ihm vorher überwältigten Einbrecher ein Schnäpschen. … <strong>Um Politik kümmert man sich nicht weiter</strong>. … <strong>Das Jahr 1935 brachte seine Schwierigkeiten</strong>. Die Wehrpflicht dünnte die Aktivitas empfindlich aus. Insbesondere traf es Bootsführer, das heißt Ausbildende.</p>
</blockquote>
<p>Es klingt ein wenig so, als wenn außer ein paar äußerlichen Formalia, die niemand beachtet hat, nichts passierte.</p>
</section>
<section id="kieler-yacht-club-kyc" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="kieler-yacht-club-kyc">Kieler Yacht Club (KYC)</h3>
<p>Auf der <a href="https://www.kyc.de/historie">Seite zur Geschichte</a> findet man nicht viel:</p>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/images/clipboard-1241629462.png" class="img-fluid"></p>
<p>Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass nicht erst 1937 eine Gleichschaltung erfolgte in einem von Marine-Offizieren dominierten Verein von so zentraler Rolle in Kiel.</p>
</section>
<section id="segel-verein-schwentinemünde-e.v." class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="segel-verein-schwentinemünde-e.v.">Segel-Verein Schwentinemünde e.V.</h3>
<p>Auch hier gibt es eine seltsame Lücke <a href="https://www.svs-kiel.de/">auf ihren Seiten</a>.</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Im Jahre <strong>1931</strong> formierte sich zum ersten Mal eine Jugendabteilung. Aus Ersparnissen und Spenden wurde eine 80 m²-Jawl gekauft und auf den Namen&nbsp;<em>Sventana</em>&nbsp;getauft. Während des <strong>2. Weltkrieges</strong> war das Segeln über See verboten.</p>
</blockquote>
</section>
<section id="ellerbek-wellingdorfer-segelclub-e.v.-ewsk" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="ellerbek-wellingdorfer-segelclub-e.v.-ewsk">Ellerbek Wellingdorfer Segelclub e.V. (EWSK)</h3>
<p>Hier ein <a href="https://www.ewsk-kiel.de/geschichte">weiteres Zitat</a> von diesem, Verein.</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Von 1926 bis 1939 wurde jährlich eine große Regatta mit anschließendem Regattaball veranstaltet und über das Jahr einige andere Feierlichkeiten organisiert. Der Zusammenhalt in der „Fischeransiedlung“ wurde so durch den Ellerbek-Wellingdorfer Segelklub nachhaltig gefördert.&nbsp;Während des 2.Weltkrieges und in der Nachkriegszeit ruhten die Aktivitäten des EWSK</p>
</blockquote>
</section>
</section>
<section id="berichte-aus-anderen-segelvereinen-in-deutschland" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="berichte-aus-anderen-segelvereinen-in-deutschland">Berichte aus anderen Segelvereinen in Deutschland</h2>
<p>Der <a href="https://www.joersfelder-segel-club.de/wp-content/uploads/2020/01/Festschrift-100Jahre-JSC.pdf">Joersfelder Segelverein JSC in Berlin zeigt einen Einblick</a> dazu, was vielleicht auch in Kiel praktiziert wurde:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Ein wichtiger Bestandteil der Gleichschaltung der Nazis war die so genannte Arisierung. Auch Sportvereine blieben davon nicht ver- schont. Ab 1937 sollten jüdische Mitglieder ausgeschlossen werden, um eine homogen „arische“ Mitgliedschaft zu garantieren. Die Haken- kreuzfahne durfte nicht mehr auf Booten gehisst werden, auf denen sich ein jüdischer Segler befand. In den Unterlagen des JSC ndet sich ein Brief, der zeigt, wie die Ausgrenzung der Juden begann. Der JSC-Kamerad Helmut Diederich beteiligte sich 1938 mit seinem See- fahrtkreuzer „Elvira III“ am „Fahrtenwettbewerb See“ des Deutschen Segler-Verbandes. Aufgrund seiner herausragenden Leistung hätte ihm ein Preis gebührt. Der Verbandsführer des Deutschen Seglerver- bandes, Oberstleutnant a. D. Kewisch, teilte ihm jedoch mit, dass er trotz der „Spitzenleistung“ keinen Preis bekommen könne, weil seine Frau Jüdin sei. Der Kamerad Diederich nahm diesen Vorfall zum Anlass, Deutschland 1939 zu verlassen und in die USA zu emigrieren</p>
</blockquote>
</section>
<section id="fazit" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="fazit">Fazit</h2>
<p>Ich will hier niemand was Böses unterstellen, aber es ist schon auffällig, dass die Stadt Kiel und scheinbar alle(?) Segel-Vereine, sich nicht explizit mit der Nazizeit beschäftigen und seltsame Gedächtnislücken von 1933-1945 aufweisen.</p>
<p>Für eine Stadt, die unbedingt 2036 die 100 Jahre Segelolympiade von 1936 wieder nach Kiel holen will ist das absolut inakzeptabel! Keine Ausstellungen, keine einzige Webseite. Nur die Bewerbung will man, das weiß man schon. Es wäre mal interessant da zu finden, was in den Kellern noch lagert. Zum Beispiel was ist aus jüdischen Mitgliedern dieser Vereine geworden? Was war deren Satzung und Praxis? Was passierte nach 1945? Gar keine Aufarbeitung?</p>
<p>Ich habe dazu leider gar nichts gefunden, außer das die Briten zunächst die Clubhäuser des KYC für ihren eigenen Sailing Club nutzten.</p>
<p>Olympiareif ist die Auseinandersetzung nicht und das wäre für mich Grundvoraussetzung, dass man diese Bewerbung überhaupt in Erwägung zieht!</p>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>1936</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/03-olympiade-1936/</guid>
  <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Neutralität von Bürgerentscheiden</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-neutralität-bürgerentscheide/</link>
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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-neutralität-bürgerentscheide/images/Solon gives laws according to Gustav Graef. Clipping … free public domain image Look and Learn.png" class="img-fluid" alt="Law – Solon gives laws according to Gustav Graef. Clipping from Kłosy 1880 (2) 380. Polish original: Prawo – Solon nadaje prawa wg Gustava Graefa. Wycinek z Kłosów 1880 (2) 380. Creator: Brend'amour, Franz Robert Richard (1831-1915). Creator role: author. Date: 2nd half of the 19th century. Object Number: MNK III-ryc.-34214/2."></p>
<p>Aktuell haben wir in KIel anlässlich des anstehenden Bürgerentscheides zur Olympiabewerbung wieder eine Debatte darüber, wie neutral die Kommune bei Bürgerentscheiden sein muss oder sein soll.</p>
<section id="volksinitiative-hamburg" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="volksinitiative-hamburg">Volksinitiative Hamburg</h2>
<p>In Hamburg hat NOlympia Hamburg wegen einer identischen Debatte und ebenso wegen der Olympiabewerbung eine Volksinitiative gestartet, um Argumente in das Referendum aufzunehmen. Aus der <a href="https://www.nolympia-hamburg.de/nolympiahh/wp-content/uploads/2026/01/20260125-Unterschriftenliste.pdf">Unterschriftenliste (PDF)</a>:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>in das Informationsheft zum Bürgerschaftsreferendum über die Unterstützung der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Austragungsort.</p>
</blockquote>
<p>Im Falle einer <a href="https://www.hamburgische-buergerschaft.de/beteiligung/volksgesetzgebung">Volksinitiative</a> kann der Senat auch entscheiden, nach der Anhörung der Initiative dem Anliegen nich zuzustimmen, wie hier in dem Fall die Aufnahme von Argumenten der Gegner:innen von Olympia beim Bürgerentscheid . Sollte der Senat dies tun, könnte die Initiative noch eine Volksbegehren starten, um einen Volksentscheid anzustreben.</p>
<p>Jedenfalls war die Volksinitiative vernmutlich erfolgreich nach eigenem Bekunden der Organisation:</p>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-neutralität-bürgerentscheide/images/clipboard-663946207.png" class="img-fluid" alt="NOlympia erfolgreich: Einladung zur Übergabe der Unterschriften Mehr als 10.000 Unterschriften für NOlympia Hamburg  10.000 Unterschriften in drei Wochen sammeln bei Minusgraden – diese Aufgabe musste die Initiative NOlympia erfüllen, damit die Wahlunterlagen für das Olympia-Referendum am 31. Mai nicht vorwiegend Werbung für Olympia enthalten, sondern auch die Gegenposition Platz hat. Zur Übergabe der Unterschriften beim Landeswahlleiter laden wir ein:  Am Samstag, 21.02.2026, um 10:45 Uhr beim Landeswahlamt Hamburg, Johanniswall 4a.  Dort wird die finale Zahl der gesammelten Unterschriften bekannt gegeben. Es wird die Gelegenheit für Fotos und Bewegtbilder geben."></p>
<p>Dies muss natürlich noch von der Stadt Hamburg geprüft und bestätigt werden. Es fallen ja immer mal Unterschriften raus, weil es Fehler gibt. So wie auch bei jeder Wahl.</p>
</section>
<section id="situation-in-kiel" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="situation-in-kiel">Situation in Kiel</h2>
<p>In Kiel gibt es nichts Vergleichbares zu einer Volksinitiative. Nur das Bürgerbegehren. Und da hätten wir mehr Stimmen in Kiel sammeln müssen (ca. 12.650) als in Hamburg hätte gesammelt werden müssen (nur 10.000). Da Hamburg ein Vielfaches der Größe von Kiel hat, wäre dieser Weg ohne weiteres in der Kürze der Zeit und ohne ohne Bündnis nicht gangbar gewesen.</p>
<p>Es gab aber in Kiel eine Debatte im Rat und Diskussionen, ob die Stadt nicht auch die Argumente der Gegener hätte aufnehmen müssen. 2015 hatte sie das unaufgefordert getan.</p>
<p>Wir können hier in die <a href="StandpunkteundBegruendungenderRatsversammlung.pdf">Standpunkte und Begründungen</a> der Stadt Kiel reinschauen. Ich war auch überrascht am Ende einen Link zu <a href="https://okiel.de">okiel.de</a> gefunden zu haben, unserer Infoseite als NOlympia Kiel “Bündnis” damals.</p>
<p>Die Stadt urteilte dieses mal anders und möchte keine Argumente der Gegner aufnehmen.</p>
<p>Rein rechtlich <a href="https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/ovg-schleswig-eilantraege-gegen-buergerentscheide-in-strande-endgueltig-verworfen">entschied das Overwaltungsgericht Schleswig 2021</a>, dass Elrechtsentscheidungen zur Bürgerentscheiden eine persönliche Betroffenheit verlangen.</p>
<p>Ich habe aus einem anderen Bundesland mit einer anderen Gemeindeordnung auch <a href="https://verwaltungsgericht-freiburg.justiz-bw.de/site/pbs-bw-mlr-root/node/26236930/Lde/index.html">einen Fall aus Offenburg (aAden-Württemberg) gefunden</a>, wo eine Initiative die Neutralität verletzt fühlte:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Unabhängig davon habe der Antragsteller auch deshalb keinen Anspruch darauf, dass die Stadt den Flyer nicht weiter verbreite oder diesen nach seinen Vorstellungen ergänze, weil der Inhalt des Flyers in rechtlicher Hinsicht voraussichtlich nicht zu beanstanden sei. <strong>Eine Gemeinde müsse bei einem Bürgerentscheid lediglich das Sachlichkeitsgebot beachten, nicht aber das bei Wahlen für den Staat geltende Neutralitätsgebot.</strong> <strong>Die Gemeindeorgane seien daher bei einem Bürgerentscheid nicht zur Neutralität verpflichtet, sondern dürften öffentlich zu der Sachfrage wertend Stellung nehmen</strong>. Äußerungen der Gemeinde oder ihrer Amtsträger seien erst dann unzulässig, wenn sie inhaltlich über bloße Informationen und Bewertungen hinausgingen und sich mit einer eindeutigen, unmittelbaren Abstimmungsempfehlung gezielt an die Abstimmenden wendeten.</p>
</blockquote>
<p>Hier gehen wir ja ins Verwaltungs- bzw. Verfassungsrecht über und daher würde ich mir das nicht zutrauen darüber letztendlich zu urteilen. Ich würde aber inhaltlich so urteilen:</p>
<p>Die Stadt muss ein Interesse haben, dass ihre Bürger:innen eine informierte Entscheidung treffen. Dazu gibt es natürlich auch die Presse und Social Media und das Internet, aber die Stadt hat auch bei einem Bürgerentscheid wie 2015 die Möglichkeit auf andere Meinungen hinzuweisen. Auch die Gemeindeordnung enthält m.E. keinen deutlichen Hinweis darauf, dass die Stadt Kiel verpflichtet wäre. Demokratisch sinnvoll wäre es aber.</p>
<p>Eine weitere Frage ist, wie problematisch es ist, wenn die Stadt Finanzmittel einsetzt, um Werbung für einen Ausgang eines Bürgerentscheids zu machen. Gerade der Bürgerentscheid über die Ansiedlung von Möbel Kraft hat in Kiel das Vertrauen vieler Menschen in die Stadt und Parteien stark erschüttert. Das haben damals eigentlich alle anerkannt, das die Art und Weise alle andere als optimal war.</p>
<p>Die Kommunalaufsicht Schleswig-Holstein hatte mir auf Anfrage aber mitgeteilt, dass der aktuelle Bürgerentscheid durchaus durch neue Bürgerentscheide überstimmt werden kann. Diese müssten wir dann aber ja selber starten. Und da hat uns die Landesregierung das Verfahren gezielt erschwert und damit das Misstrauen gegenüber der Bevölkerung ausgedrückt.</p>
<p>Meine Hoffnung ist, dass zB die <a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/land-macht-auflagen-kiel-muss-ausgaben-noch-einmal-kraeftig-kuerzen-JD6BBQVTZNCFDIW56YGPVOK5KA.html">aktuelle Finanzkrise der Stadt Kiel, in dem sie den Haushalt 2026</a> nachbessern muss auch bei den Kieler:innen dazu führt, dass sie andere Prioritäten setzen. So hatte Kiel nach dem beschlossenen Haushalt und weitgehenden Kürzungen in Kultur und Gaarden noch Millionen an Lieblingsprojekte verteilt, die in den Haushaltsberatungen gar nicht diskutiert wurde. Und es bleibt zB, das gerade im Straßenbau eine Menge Geld in den Sand gesetzt wird.</p>
<p>Jedenfalls sollte man nicht ausgerechnet dann, wenn man in Schulden erstickt, Geld für Luxusprojekte locker machen.</p>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-neutralität-bürgerentscheide/</guid>
  <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Olympiaentscheidung in Kiel</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-olympiaentscheid-in-kiel/</link>
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<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://openclipart.org/detail/216060/ioc%20%20and%20human%20rights"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-olympiaentscheid-in-kiel/images/clipboard-1214013282.png" class="img-fluid figure-img" alt="Olympic games and its impact on the society."></a></p>
<figcaption>Olympic games and its impact on the society. (public domain)</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Ab dem 9. März 2026 können die Kieler:innen in den Sofortwahlbüros darüber entscheiden, ob sich Kiel für die Olympischen Spiele 2036, 2040, 2044 bewirbt. Die Wahlunterlagen können bereits jetzt angefordert werden. Der Wahltag ist dann der 19. April 2026.</p>
<section id="was-ist-bisher-bekannt" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="was-ist-bisher-bekannt">Was ist bisher bekannt?</h2>
<p>Die Segelolympiade soll im alten (Olympia)-Segelzentrum in Schilksee stattfinden. Dieses ist seit 2024 allerdings unter Denkmalschutz gestellt worden. Dieser Fakt wird bisher in der Debatte überhaupt nicht besprochen.</p>
<p>Die Stadt Kiel hat am 2.2.26 eine Kostenschätzung gegeben (<a href="www.kiel.de/de/politik_verwaltung/ratsversammlung/infosystem/vo020?VOLFDNR=1005463&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=1036025" title="Fragestellung und begleitende Informationen Olympiareferendum">Drucksache 0130/2026</a>). Kurz gesagt sagt Kiel 10-15 Mio. Euro für das Olympiazentrum und 8 Mio. für das Olympische Dorf. Das ist, ohne dass das explizit so gesagt wird, aber der Restbetrag mit dem Kiel rechnet. Die Stadt sagt alle Zusatzkosten würde von dem „nationalen Olympiabudget“ bezahlt. Wenn man nach dem Begriff googlet, findet man keinen Treffer. Bislang gibt es nur Zusagen der Bundesregierung und des DOSB (Memorandum of Understanding) den Bewerbungsprozess zu unterstützen und sich ganz grundsätzlich für eine Durchführung der Olympischen Sommerspiele einzusetzen.</p>
<p>2015 wurden von der Stadt Kiel <a href="StandpunkteundBegruendungenderRatsversammlung.pdf">Standpunkte und Begründungen zusammengetragen</a> zusammengetragen:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Das Olympische Segeldorf, das Hotel und der Segelcampus werden zum Großteil privat finanziert. An den Kosten für die Durchführung der Olympischen Segelwettbewerbe in Höhe von ca. 33 Millionen Euro muss sich Kiel nicht beteiligen. Es verbleibt ein durch die öffentliche Hand zu finanzierender und auf das Jahr 2024 hochgerechneter Anteil für <strong>Investitionen von rund 123 Millionen Euro.</strong> De<u>r Bund wird voraussichtlich einen wesentlichen Anteil dieser Kosten tragen</u>. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat am 14. Oktober 2015 beschlossen, dass das Land die Stadt Kiel bei der Umsetzung der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen unterstützt. Die nicht vom Bund übernommenen Kosten tragen Land und Stadt Kiel anteilig gemeinsam. Vor diesem Hintergrund und angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen des Stadthaushaltes geht das Finanzierungskonzept derzeit von einem <strong>Restbetrag in Höhe von ca. 30 bis 41 Millionen Euro</strong> aus, den Kiel aufbringen muss und kann. Dieser Betrag würde sich auf mehrere Haushaltsjahre verteilen. Allerdings werden auch ohne Ausrichtung Olympischer Segelwettbewerbe in den nächsten Jahren umfangreiche Sa- nierungen, Modernisierungen und bauliche Weiterentwicklungen im Olympiazentrum in Schilksee notwendig. Der letztlich aus dem <strong>Stadthaushalt zu finanzierende zusätzliche „Olympia-Anteil“ wird daher auf rund 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt</strong></p>
</blockquote>
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<i class="callout-icon"></i>
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<div class="callout-title-container flex-fill">
<span class="screen-reader-only">Wichtig</span>Update
</div>
</div>
<div class="callout-body-container callout-body">
<p>offenbar hatte ich beim Berechnen einen Fehler. Ich habe daher hier in R noch mal neu gerechnet und arbeit direkt mit den Zahlen in R für die bessere Nachvollziehbarkeit</p>
</div>
</div>
<div class="cell">
<div class="code-copy-outer-scaffold"><div class="sourceCode cell-code" id="cb1" style="background: #f1f3f5;"><pre class="sourceCode r code-with-copy"><code class="sourceCode r"><span id="cb1-1">alte_kosten <span class="ot" style="color: #003B4F;
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<span id="cb1-7"></span>
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font-style: inherit;">" Mio. €"</span>)</span></code></pre></div></div>
</div>
<p>Kiel rechnete also mit <strong>23-33 Prozent Anteil</strong>. Das erscheint realistisch und wir können das vielleicht einfach übernehmen.</p>
<p>Die Aufzählung der Faktoren wird auch deutlich: Geld für die Stadtbahn ist hier, anders als zuvor ins Spiel gebracht, nicht dabei. Insofern sieht das eher nach einer kleinen Lösung aus, nicht wie also in der gerne zitierten Olympiade 1972 mit Autobahnanschluss, Alter Markt, ZOB uvm.</p>
<p>Seit 2015 Inflation von rd. 23 Prozent. Damit wären die Gesamtkosten bei 338 Mio. € Mio Euro. Als zusätzliche Herausforderung besteht, dass das Olympiazentrum Schilksee seit 2024 unter Denkmalschutz steht. Erfahrungswerte sagen, dass der Umbau dadurch zwischen 30-70% teurer werden kann. <em>Allerdings ergeben sich auch neue Fördermöglichkeiten. Ich würde es daher eher ausklammern</em> (Update 11.3.25). Und die Kostenüberschreitungen bei Olympiaden liegen bei 172 Prozent (<a href="https://www.researchgate.net/figure/The-Olympic-Games-have-the-largest-cost-overrun-of-any-type-of-large-scale-project-real_tbl2_344436291">Quelle</a> <span class="citation" data-cites="flyvbjerg2020">(Flyvbjerg, Budzier, und Lunn 2020)</span>).</p>
<p>Ausgehend von 338 Mio. € Euro (inklusive Inflation) läge der Anteil für Kiel zwischen <strong>78 Mio. €</strong> und <strong>112 Mio. €</strong>.</p>
<p>Und die Angaben, die die Stadt aktuell macht, scheinen eher identisch mit 2015 und ohne Berücksichtigung von Denkmalschutz, Inflation und möglichen Kostenüberschreitungen zustande gekommen zu sein. Seriös erscheint das nicht.</p>
</section>
<section id="wird-kiel-kiel-wieder-ja-sagerin" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="wird-kiel-kiel-wieder-ja-sagerin">Wird Kiel Kiel wieder JA-Sagerin?</h2>
<p>2015 beteiligten sich 31,7 Prozent an der Abstimmung und 65,5 Prozent sagten ja. Ich denke die Chancen für ein JA sind nach wie vor größer als für ein NEIN. Das liegt unter anderem an folgenden Faktoren:</p>
<ul>
<li><p>Also NOlympia-Aktivist kann ich berichten, dass ich es die letzten zwei Jahre nicht geschafft habe Menschen und Organisationen zu motivieren, sich frühzeitig zu engagieren. Die LINKS-Partei hat erst im Februar ernsthaft damit begonnen sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aber auch sie hatte und hat kein Interesse an einem NOLympia-Bündnis, wie es diese in vielen anderen Städte gibt</p></li>
<li><p>Bund, Land, IHK, Kieler Yacht-Club, etc. - im Gegensatz dazu besteht seit Jahren ein breites Bündnis von JA-Sagern bereit, die auf allen Kanälen Werbung machen.</p></li>
<li><p>In einer Online-Umfrage der Kieler Nachrichten waren nur knapp über 50% der Kieler:innen JA-Sager.</p></li>
<li><p>Rein subjektiv nehme ich dieses Jahr mehr Leute wahr in meinem Umfeld, die aus Überzeugung dagegen sind oder eher die Absicht haben, zur Abstimmung zu gehen.</p></li>
<li><p>Dies liegt auch sicher an dem vergangenen Jahr mit der Haushaltssperre und harten Einschnitten der Kultur, Kürzungen überall. Man hat nicht das Gefühl sich die OIympiade leisten zu können.</p></li>
</ul>
<p>Meine Prognose wäre daher, dass es bisher eher so aussieht, als wenn die Kieler:innen wieder zustimmen. Meine Hoffnung wäre dass es “nur” in den 50ern sein wird und weniger als das letzte mal. Und persönlich würde es mich sehr freuen, wenn der Stadtteil Gaarden, dieses mal knapp dagegen stimmen würde, als knapp dafür. Bereits 2015 war Gaarden der Stadtteil mit der geringsten Zustimmung, Siehe <a href="https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/statistik_kieler_zahlen/_statistische_wahlberichte/Statistischer_Bericht_Nr._242_-_Olympia_Buergerentscheid_2015.pdf">Wahlbericht</a>:</p>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-olympiaentscheid-in-kiel/images/clipboard-277806435.png" class="img-fluid"></p>
<p>Bei nur 13 Prozent Wahlbeteiligung. Mit nur wenig mehr NEIN-Stimmen könnte Gaarden klar dagegen stimmen. Es wäre damit ein gutes Argument gegen Olympiaden, von denen Gaarden vermutlich am wenigsten profitieren würde, sondern eher Geld abgeben müsste! Denn hier wird immer als erstes gespart, dabei gäb es hier so viel zu verbessern!</p>
<p>Weitere Informationen im <a href="https://1todoinst.de/nolympia-kiel/faq/" title="NOlympia Kiel FAQ">NOlympia Kiel FAQ</a>.</p>
</section>
<section id="abstimmung-ab-9.10.3." class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="abstimmung-ab-9.10.3.">Abstimmung ab 9./10.3.</h2>
<p>Ab 10.3. sind die Sofortwahlbüros in Kiel auf. Nähere Infos unter <a href="https://www.kiel.de/wahlen">www.kiel.de/wahlen</a>!</p>



</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-bibliography"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Literatur</h2><div id="refs" class="references csl-bib-body hanging-indent" data-entry-spacing="0">
<div id="ref-flyvbjerg2020" class="csl-entry">
Flyvbjerg, Bent, Alexander Budzier, und Daniel Lunn. 2020. <span>„Regression to the Tail: Why the Olympics Blow Up“</span>. <em>arXiv</em>. <a href="https://doi.org/10.48550/ARXIV.2009.14682">https://doi.org/10.48550/ARXIV.2009.14682</a>.
</div>
</div></section><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-olympiaentscheid-in-kiel/</guid>
  <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Andreas Galka: Verkauftes Grün</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-verkauftes-grün-andreas-galka/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

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<hr>
<br>





<p><a href="https://www.verlag-ludwig.de/verkauftes-gruen-ein-kleingartengelaende-in-kiel-ein-moebelmarktzentrum-und-ein-buergerentscheid-der-konflikt-um-den-pruener-schlag.html?xoid=mtep3snsnat7ou547b8nqldi65"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-verkauftes-grün-andreas-galka/images/buchtitel.jpg" class="img-fluid" alt="Buchcover"></a></p>
<p>Schon länger wusste ich, dass Andreas Galka an einem Buch zur Ansiedlung von Möbelmärkten auf dem Prüner Schlag schreiben würde. Ich hatte durch meinen Blog ja auch nebenbei eine kleine Chronologie durch Blogbeiträge dokumentiert. Aber da war der Möbel Kraft-Konflikt nur einer von Vielen. Wir waren die letzte Zeit aber im Dialog, da er mich bat einige meiner Artikel im Archiv zu reaktivieren, die im Zuge meiner Blogumstellung noch offline waren.</p>
<p>Hier noch mal der Ort an dem das Ganze spielt:</p>
<div class="cell">
<div class="cell-output-display">
<div class="leaflet html-widget html-fill-item" id="htmlwidget-6dfb879f311e11a434b8" style="width:100%;height:464px;"></div>
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</div>
</div>
<ul>
<li><a href="https://www.verlag-ludwig.de//images/produktbilder/9783869354903_leseprobe.pdf">Hier hat der Verlag eine Leseprobe abgelegt.</a></li>
</ul>
<p>Das Inhaltsverzeichnis ist in <strong>2011-2021</strong> unterteilt. Es gibt aber auch einige Updates bis 2025 in dem Buch.</p>
<p>Ich würde das Buch eigentlich allen empfehlen, die in Kiel politisch oder umweltmäßig in Kiel aktiv sein wollen. Denn es dokumentiert eine wichtige Episode in Kiels Geschichte. Eine Geschichte von Hoffnung, enttäuschten Versprechungen und vom Scheitern.</p>
<p>Hier mal einige Artikel, die ich damals schrieb:</p>
<ul>
<li>14.8.2011 <a href="https://kielkontrovers.com/archiv/2011-08-14-umrittene-moebelkraft-ansiedlung/">Umstrittene Möbelkraft-Ansiedlung</a> - das war mein erster Artikel zum Thema. Wir wussten damals ja alle nicht, was da auf uns zukommen würde.</li>
</ul>
<p>Auch im Blog <a href="https://parzelle556.wordpress.com/">Parzelle 556 Prüner Schlag, Kiel | Geld oder Leben</a>. Da kann man Einiges über die Vergangenheit lesen.</p>
<p>Das Buch ist sehr detailreich und minutiös, geradezu wissenschaftlich. Es enthält auch zahlreiche Fotos vom Zustand der Fläche/Gärten, Plakaten und Flyern. Durch den Detailreichtum wirkt es irgendwann auch etwas repetitiv. Es ist eben weder ein Roman, noch eine unterhaltsame Betrachtung der Vergangenheit. Darum hat es seinen Wert genau so, wie es geschrieben hat. Aber die Zeit hätte sicher mehrere Bücher verdient.</p>
<p>Ich selbst habe das ganze meist mit Abstand betrachtet. Ich war bei einem der ersten Treffen im Kleingärtnerverein von 1897 e.V. dabei. Die Gartenfreunde hatten da aber die Haltung, dass sie jetzt von LINKEN und WIR in Kiel wissen wollten, wer ihnen denn am meisten Hilfe versprechen konnte. Meine Haltung damals war damals eigentlich mehr, dass die Gartenfreunde sich primär selber organisieren müssten und auch ehrlich ihre Grenzen benennen. Leider nehme ich es bis heute oft war, dass Menschen, Betroffene in einer Appellationshaltung verharren, in erlernter Hilflosigkeit. Unfähig zum Widerstand. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Gartenfreunde und die Möbel-Kraft-Gegner spalteten sich, so mancher Pächter nahm dann, verständlich einfach das Geld, um seine Parzelle an den Konzern zu verschachern. Letztlich gab es eben nie eine große solidarische Bewegungen zwischen Kleingartenvereinen. Es gab Desinformationskampagnen der Stadt und des Krieger-Konzerns. Die Gegner:innen waren unvorbereitet. Und es wr auch so, dass Parteien (LINKE) und Wählervereinigung (WIR in Kiel) auch eher schauten, wie sie propagandistisch das Thema für sich und den Wahlkampf nutzen konnten.</p>
<p>Und man hat auch die Kieler insgesamt falsch eingeschätzt. ich glaube sogar, dass man den damaligen Bürgerentscheid hätte gewinnen können, wenn die Bewegung weniger fringe gewesen wäre, weniger gespalten und überzeugendere Argumente gefunden hätte. Es reicht eben nicht zum Erhalt der Natur ökologisch saubere Argumente anzuführen. Das Plakat und das Motto war ja schon ganz vielversprechend damals:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.shz.de/lokales/kiel/artikel/ein-trio-kaempft-gegen-moebel-kraft-41437343"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-verkauftes-grün-andreas-galka/images/23-59069611-23-59069616-1394208135.webp" class="img-fluid figure-img" alt="Präsentation der Plakate"></a></p>
<figcaption>Bild aus der SHZ, 8.3.14</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Aber die Kampagne muss dazu passen. Man muss den Gegner:innen zu Gute halten, dass es das erste Bürgerbegehren war. Aber meine Wahrnehmung ist, dass es heute nicht wirklich besser ist in Kiel. Da kämpft jede Bubble für sich. Und wenn auf der Gegenseite eine Krieger-Konzern ist und ein Bürgermeister Todeskino und die Stadt und sonst alle anderen Parteien, die wegschauen bei offenen Fragen, dann ist es sehr schwer zu gewinnen. Dann kam noch Ex-OB Torten Albig dazu, der sich aus der Landespolitik einmischte und eine Kieler Nachrichten die, ja auch über Gegenargumente berichtet, aber dann doch oft zu nah an der offiziellen Linie der Stadt Kiel war nach dem Motto: “Arbeitsplätze, alles andere ist egal!”</p>
<p>Und wenn man eine Oberbürgermeisterin wie Susanne Gaschke hat:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Ein älterer Herr beschrieb seine Frustration am Mikrofon, dass ihm sein Kleingarten genommen wird, den er seit 50 Jahren gepflegt hat. Frau Gaschke sagte zu ihm, dass ihr das persönlich für ihn ja sehr leid tut, aber das Kleingärten ja generell nur eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwischennutzung">ZWISCHENNUTZUNG</a> sein würden. Das bedeutet sie betrachtet Kleingärten lediglich als Steinbruch für eine andere, gewinnbringendere Nutzung. Ich denke selbst wenn man für eine Umnutzung von Kleingärten ist - auch im Falle des Möbel Kraft-Geländes, ist es doch noch ein größerer Schritt Kleingärten einen Wert an sich vollkommen abzusprechen und zu propagieren alle Kleingärten bei Bedarf platt zu machen.</p>
<p>Frau Gaschke machte an diesem Abend jedenfalls deutlich, dass sie kaum die Kandidatin ist, die sich jemals für Kleingärten einsetzen würde.</p>
</blockquote>
<p>(<a href="https://kielkontrovers.com/archiv/2012-enttauschende-debatte/">aus meinem Artikel Enttäuschende Debatte vom 23.10.2012</a>)</p>
<p>Für die GRÜNEN war diese Geschichte jedenfalls der große Bruch mit großen Teilen ihrer Wähler:innenschaft. Eine große Entfremdung setzte ein. Die GRÜNEN rückten in die Mitte und ließen dabei die Umweltbewegten im Stich. Auch sie dachten, dass sie mehr gewinnen könnten, wenn sie in dasselbe Horn stießen, wie auch CDU oder SPD: Arbeitsplätze, Wirtschaft, Natur brauchen wir nicht.</p>
<p>Jedenfalls geht es mir seitdem immer, wenn ich Artikel der Kieler GRÜNEN sehe, wo sie für Naturerhalt werben, dass ich denke “ihr lügt, ihr habt 18 Hektar verscherbelt für 2 blöde Möbelmärkte!”</p>
<p>Angeblich konnten wir in Kiel ja vorher keine Möbel kaufen.</p>
<p>Jedenfalls stand ich auch an einigen Samstagen (war es November 2013?) am Vinetaplatz in der Kälte, um mühsam Unterschriften zu sammeln. ich sprach einfach ALLE an. In Gaarden hast du dann das Zusatzproblem, dass 50% dir sagen, dass sie nicht abstimmen dürfen weil sie keine deutsche Staatsbürgerschaft hatten.</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://kielkontrovers.com/archiv/2014-unglaublich-mobelkraft/"><img src="https://kielkontrovers.com/archiv/2014-unglaublich-mobelkraft/mb.jpeg" class="img-fluid figure-img" alt="Plakat Möbel Kraft" width="400"></a></p>
<figcaption>Plakat Möbel Kraft 2014</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Das <a href="https://parzelle556.wordpress.com/2014/03/31/anmerkungen-zum-ausgang-des-burgerentscheides/">Ergebnis des Bürgerentscheides war knapp</a> aber es kam dann doch zur Ansiedlung. So manches Bedauern aus der Politik aufgrund von Verzögerung und der Spaltung der Stadtbevölkerung kam dann zu spät. Kiel war und ist davon traumatisiert.</p>
<p>Zum Beispiel ist ein neuer <a href="https://www.kiel.de/de/umwelt_verkehr/bus_bahn_und_schiff/busbetriebshof.php">Betriebshof der KVG geplant</a>, wo wieder eine Vernichtung von Kleingärten geplant ist.</p>
<div class="cell">
<div class="cell-output-display">
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</div>
</div>
<p>Angeblich gäbe es sonst keinen Platz in Kiel. Wenn man beobachtet hat, wie lange die Hörn und das Postgelände in Gaarden leer standen, fragt man sich, warum man jetzt erst auf die Idee kommt, wenn große Flächen bereits bebaut sind.</p>
<p>Es gibt also wieder momentan diese Kommunikation, das natürlich alles alternativlos ist. Und das Kleingärten keinen Wert an sich hätten?</p>
<p>Haben wir wirklich gar nichts gelernt?</p>
<p><a href="https://www.verlag-ludwig.de/verkauftes-gruen-ein-kleingartengelaende-in-kiel-ein-moebelmarktzentrum-und-ein-buergerentscheid-der-konflikt-um-den-pruener-schlag.html?xoid=mtep3snsnat7ou547b8nqldi65">Andreas Galka, Verkauftes Grün, 268 Seiten, 2 S/W- und 60 Farbabbildungen,<br>
Broschur, 14,8x21cm, ISBN: 978-3-86935-490-3 - Preis 25 €</a></p>



<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-verkauftes-grün-andreas-galka/</guid>
  <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>1936 darf sich nicht wiederholen!</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-1936-darf-sich-nicht-wiederholen/</link>
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<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-1936-darf-sich-nicht-wiederholen/images/pixelfed_no1936.png" class="img-fluid" alt="1936 darf sich nicht wiederholen NOOOLYMPIA KIel"></p>
<p>1936 veranstaltete Deutschland in Berlin und Kiel die Olympischen Sommerspiele. Kiel bewirbt sich nun ganz bewusst AUCH für das Jahr 1936 zum 100. Jahrestag von Hitlers Olympiade.</p>
<p>Auf der einzigen <a href="https://www.kiel.de/de/bildung_wissenschaft/stadtarchiv/erinnerungstage.php?id=142">Erinnerungsseite zum Jahr 1936</a> schreibt die Stadt Kiel unter anderem (und zitiert dabei Zeitungen von damals) :</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Der Adolf-Hitler-Platz, heute Rathausplatz, ertrank in Fahnen aller Nationen. Auf dem Seegartenplatz, nun in eine steinerne Fläche umgestaltet, war auf einem fünfteiligen, 4 m hohen Sockel eine große Weltkugel von 2,20 m Durchmesser installiert.</p>
</blockquote>
<blockquote class="blockquote">
<p>„So werden auch die Olympischen Segelregatten dazu beitragen, daß das klare Licht des Olympischen Feuers, … Künder des großen Friedenswillens unseres Führers und seines Volkes sein wird. So mögen die Olympischen Spiele im Segeln in Kiel jenen Ablauf nehmen, der Ausdruck einer Gesinnung und eines Willens ist. Tage des Festes, des Friedens, der Ritterlichkeit, der Kameradschaft und der Freude stehen vor uns.“…</p>
</blockquote>
<blockquote class="blockquote">
<p>Hitler erschien am 10. August in Kiel. Höhepunkt des Rahmenprogramms war die Rückgabe der bronzenen Schiffsglocke des Schlachtkreuzers „Hindenburg“, der bei Scapa Flow 1919 versenkt und zehn Jahre später gehoben worden war.</p>
</blockquote>
<blockquote class="blockquote">
<p>Die Olympischen Spiele des Jahres 1940 in Japan fanden nicht statt. Am 1. September 1939 hatte Deutschland den Zweiten Weltkrieg entfesselt. Autorin: Christa Geckeler (1937 - 2014)</p>
</blockquote>
<p>Diese Seite zeugt, zusammen mit der aktiven Bewerbung für das Geschichtsjahr 1936 von der absoluten Geschichtsvergessenheit in Kiel und Berlin und beim #DOSB.</p>
<p>Ich sehe dann schon heute die Naziaufmärsche 1936, vielleicht haben wir dann schon die AfD Bundesregierung und unsere Demokrat:innen dienen sich (erneut) als Steigbügelhalter an.</p>
<p>Vergessen wir nicht:</p>
<p>Im Jahr 1936, während der Olympischen Spiele in Berlin, befand sich die Judenverfolgung und die allgemeine Unterdrückung politischer Gegner und Minderheiten im nationalsozialistischen Deutschland bereits in einem fortgeschrittenen Stadium – auch wenn die NS-Führung während der Spiele versuchte, das Ausmaß der Repressionen zu vertuschen.</p>
<p>Das heißt Jüdinnen:Juden wurden verfolgt, auch jüdischer Sportler:innen! Eien Durchführung bedeutet auch eine Normalisierung der Verfolgung und Faschismus.</p>
<p>Der IOC verkauft ja auch T-Shirts mit dem Motiv aus 1936 in seinen Jobs (siehe <a href="https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2026/02/berlin-sport-olympia-ioc-shirt-1936-verkauf-kritik-politik.html">NS-Ästhetik? IOC verteidigt Verkauf von Shirts zu Olympia 1936 in Berlin</a>)</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC vor, “dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend reflektiert”. Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. “Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen.” Ohne kritische Einordnung sei “diese Bildwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet.”</p>
</blockquote>
<p>Konsequent wäre, dieses Datum auszuschließen.</p>
<p>Aber der <strong>Oberbürgermeister Kämpfer führt ja auch seinen Olympia-Spaziergang am 8. März in Schilksee (14 Uhr, Start Solling 22) durch, am Weltfrauentag!</strong> Es wird immer mehr deutlich, wie wenig diese Bewerbungen zu Ende gedacht sind, ganz abgesehen davon, dass die Finanzierung und Kosten vollkommen unsicher sind.</p>
<p>Mit den Olympischen Spielen wollen die Verantwortlichen nur eine große Sause in ihrer eigenen Stadt veranstalten und sich in ihrem Glanz sonnen. Für die meisten Menschen, vor allem die lokale Bevölkerung bleibt die Teilnahme sowieso unbezahlbar. Wir können aber damit rechnen, dass wir von den eigenen Stränden vertrieben werden, dass Fahrspuren für die Überholspur der Funktionäre reserviert werden. Und was am Ende wirklich für den Breitensport bleibt, ist fraglich. Primär ist das eine große Werbeveranstaltung, die Großkonzernen gehört mit Werbe- und Übertragungsrechten. Lokale Unternehmen und Gastronomien werden erfahrungsgemäß eher leer ausgehen.</p>
<p>Die Bewerbungen spalten die Bevölkerung in Befürworter:innen und Gegner:innen. Sie werden Leute nicht zusammenführen. Und Kiel hat genug andere Probleme, um die es sich dringend kümmern muss. Wir haben gerade erst eine Haushaltssperre hinter uns und die Aussichten sind düster. Stadtteile wie Gaarden werden zugunsten von Schilksee weiter benachteiligt, weil sie olympisch uninteressant sind.</p>



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  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-1936-darf-sich-nicht-wiederholen/</guid>
  <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Alternativen bei Messengern und Chat</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-alternativen-bei-messengern-und-chat/</link>
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<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_-_Move_Fast_and_Break_Things.jpg"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-alternativen-bei-messengern-und-chat/images/Mark_Zuckerberg_-_Move_Fast_and_Break_Things.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="&quot;Move fast and break things&quot; Facebook CEO Mark Zuckerberg onstage at the F8 conference 2014."></a></p>
<figcaption>“Move fast and break things” Facebook CEO Mark Zuckerberg onstage at the F8 conference 2014. Foto: Mike Deerkoski from San Francisco, U.S.A., CC BY 2.0 &lt;https://creativecommons.org/licenses/by/2.0&gt;, via Wikimedia Commons</figcaption>
</figure>
</div>
<p>In diesem Artikel in meiner Serie über alternativer Software möchte ich das Thema Messenger behandeln. Die Argumente gegen den großen Player WhatsApp sind dabei <a href="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/">nahezu die Gleichen, wie bei Social Media</a>. Es lohnt sich hier aber detaillierter auf Kritikpunkte einzugehen.</p>
<section id="marktmacht" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="marktmacht">Marktmacht</h2>
<p>Dem Meta-Konzern gehören nun diese Dienste:</p>
<ul>
<li><p>Facebook</p></li>
<li><p>Instagram</p></li>
<li><p>Threads (ähnelt Twitter/X, Bluesky und Mastodon)</p></li>
<li><p><strong>WhatsApp</strong></p></li>
</ul>
<p>Viele nutzen Social Media auch als eine Art Messenger und Menschen/Profile zu kontaktieren. Wer nun alle diese vier Dienste benutzt, der offenbart quasi alle seine Kontakte und Verhaltensweisen EINEM Konzern. Das ist per se schon bedenklich. Aktuell wird bei all den Diensten auch Künstliche Intelligenz zugeschaltet, das unser tägliches Verhalten analysiert und auch steuert. Der Konzern entscheidet, was wir sehen und was wir schreiben dürfen. Auf Facebook habe ich es jedenfalls auch bereits erlebt, dass eine Nachricht mit einem Link zu einer Website nicht privat verschickt werden durfte, weil die Website auch urheberrechtlich geschützte Werke frei verbreitete. Das heißt Facebook (FB) und wohl alle anderen Dienste lesen unsere Nachrichten automatisiert und treffen für uns die Entscheidung, was wir schreiben dürfen. Alles aus einer Konzernzentrale heraus!</p>
</section>
<section id="metas-geschichte" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="metas-geschichte">Metas Geschichte</h2>
<p>Ich empfehle u.a. mal den Film “<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Social_Network">The Social Network</a>”(2010) zu schauen, der den Anfang von Zuckerberg/Facebook schildert:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/lB95KLmpLR4" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p>Belegt ist u.a.:</p>
<ol type="1">
<li><p>Beim <a href="https://www.deutschlandfunk.de/soziale-medien-und-das-brexit-referendum-propaganda-luegen-100.html">Brexit (2016) half das Micro-Targeting von Facebook, Menschen für den Ausstieg aus der EU zu stimmen</a>.</p></li>
<li><p>Ebenfalls 2016 <a href="https://www.deutschlandfunk.de/social-bots-wahlkampf-der-algorithmen-100.html">verhalf Facebook Trump zum Sieg</a>.</p></li>
<li><p><a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/rohingya-facebook-meta-klage-1.5482494">Facebook war am Massaker an den Rohingya 2017 mit schuldig</a>.</p></li>
<li><p>Facebook <a href="https://www.independent.co.uk/tech/youtube-meta-bolsonaro-election-misinformation-brazil-b2176485.html">hatte sich auch in den Wahlkampf in Brasilien zur Wahl von Bolsonaro eingemischt.</a></p></li>
</ol>
<p>2024 unterwarf sich Zuckerberg dem neuen Faschismus in den USA und kündigte an, weniger gegen Hetze vorzugehen:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/rbhQbJyjRj8" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p>Das bedeutet noch mehr Wahlbeeinflussung, noch mehr Stalking, weniger Schutz von Minderheiten. Noch hat diese Policy nicht ganz bis deutschland durchgeschlagen, weil sie in Deutschland und der EU gegen viele Gesetze verstoßen würde . Aber Meta arbeitet zusammen mit Diktaturen und rechten Regierungen, um die Demokratie zu beseitigen. Und um Konzernen wie Meta und den Milliardären dahinter mehr Freiheiten zu lassen. What could possibly go wrong?</p>
</section>
<section id="sicherheit-datenschutz-verschlüsselung" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="sicherheit-datenschutz-verschlüsselung">Sicherheit / Datenschutz / Verschlüsselung</h2>
<ul>
<li><p><a href="https://www.swisscybersecurity.net/news/2025-11-20/forschende-decken-massive-sicherheitsluecke-in-whatsapp-auf">2025 wurden 3,5 Milliarden Userdaten geleakt</a></p></li>
<li><p><a href="https://www.swr3.de/aktuell/fake-news-check/whatsapp-meta-ki-entfernen-reset-ai-faktencheck-100.html">In WhatsApp ist eine KI integriert die stets mitliest.</a></p></li>
<li><p><a href="https://www.inside-digital.de/news/werbung-in-whatsapp-der-naechste-groschen-ist-gefallen">Und es wird Werbung geschaltet</a></p></li>
<li><p><a href="https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/telegram-chef-durov-greift-whatsapp-sicherheit-scharf-an/68536942">Die Sicherheit von WhatsApp ist seit Jahren umstritten</a>.</p></li>
</ul>
<p>WhatsApp ist nicht vertrauenswürdig. Es ist vermutlich die schlimmste Software, die man sich installieren kann. Die Vorwürfe und Vorfälle sind schlicht unendlich. Siehe dazu englischsprachiger Wikipedia-Artikel: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/WhatsApp#Controversies_and_criticism" class="uri">https://en.wikipedia.org/wiki/WhatsApp#Controversies_and_criticism</a> und würden diesen Artikel sprengen.</p>
</section>
<section id="signal-als-alternative" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="signal-als-alternative">Signal als Alternative</h2>
<p>Das Gute ist, dass WhatsApp nichts bietet, was nicht auch andere Messenger zu bieten haben. Gerade Signal ist eine Alternative, die den Verzicht auf WhatsApp einfach macht. Es ist auch nicht perfekt und auch noch zu zentralistisch, aber es ist relativ einfach es zusätzlich zu installieren.</p>
<p>ZB im Browser eines Handys einfach diesem Link folgen:</p>
<p><a href="https://signal.org/install"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-alternativen-bei-messengern-und-chat/images/clipboard-259570157.png" class="img-fluid">https://signal.org/install</a></p>
<p>Viele Menschen haben mehrere Messenger installiert. Auch das ist natürlich nicht optimal, aber besser als NUR auf WhatsApp zu setzen. Besser ist allerdings WhatsApp ganz zu deinstallieren und am besten Freunde zu überzeugen stattdessen auf Signal zu setzen.</p>
<p>Telegram ist leider keine echte Alternative, da es viele Unklarheiten über die Hintergründe gibt. Zudem tragen Telegram-Gruppen viel zum Missbrauch bei uns anderen illegalen Aktivitäten und Desinformationen. Telegram selber reagiert da nicht wirklich adäquat. S.a. “<a href="https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/telegram-rechtsterrorismus-100.html">Chats als Brutstätte des Rechtsterrorismus</a>”:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p><strong>Telegram hat sich in den vergangenen Jahren zur zentralen Kommunikationsplattform für rechtsextreme Gruppen entwickelt. Experten konnten mehr als 650 Deutsche in den “Terrorgram”-Gruppen finden.</strong></p>
</blockquote>
</section>
<section id="oder-rcssms" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="oder-rcssms">Oder RCS/SMS</h2>
<p>Mittlerweile unterstützen viele Smartphones aber auch das moderne <a href="https://www.ip-insider.de/rcs-die-technische-renaissance-der-sms-a-155a2093155ad71e1ae77ca426435f3a/"><strong>RCS</strong></a> als SMS/MMS- Alternative. Womit man neben Emojis auch Audio und Video und Grafiken versenden kann. Und damit ist es der größte gemeinsame Nenner! Ihr müsst da vermutlich gar nichts installieren, sondern einfach nur ausprobieren:<img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-alternativen-bei-messengern-und-chat/images/clipboard-397331908.png" class="img-fluid" width="500" alt="RCS Fenster"></p>
</section>
<section id="fazit" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="fazit">Fazit</h2>
<p>Was wir als Messenger nutzen ist nicht beliebig. Es geht inzwischen um den Erhalt von Demokratie und unsere eigene Freiheit. Das liegt auch daran, wie zentral diese Dienste sind. Der <a href="https://www.deutschlandfunk.de/podcast-106.html">DLF Politikpodcast</a> bietet schon einen Signal-Rückkanal an. Wir sollten uns selber schützen und nicht denen vertrauen, die wieder und wieder das Vertrauen missbrauchen und gegen unsere Interessen handeln. Das gilt im selben Maße für Politiker:innen wie Software.</p>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Demokratie</category>
  <category>Technologie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-alternativen-bei-messengern-und-chat/</guid>
  <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Social Media Alternativen</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

<script>


  fetch('https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=54.3213&longitude=10.1349&current=temperature_2m&timezone=Europe/Berlin')
    .then(response => response.json())
    .then(data => {
      const temperatur = data.current.temperature_2m;
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        `🌡 Aktuelle Temperatur in Kiel: ${temperatur}°C`;
    })
    .catch(error => {
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
      console.error('Fehler:', error);
    });
</script>
<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://clip.place/a/kielkontrovers/video-channels"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-317537399.png" class="img-fluid figure-img" alt="Header von meinem clip.place Profil"></a></p>
<figcaption>Header von meinem clip.place Profil (Peertube Instanz)</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Es geht weiter in einer Serie zu Alternativen im Internet. Heute zu Social Media. <a href="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/" title="Alternativen bei der KI-Nutzung">Letztes Mal war es zu KI</a>. Ich selbst habe das Web fast von Anfang an genutzt. 1991 war der erste Tag des World Wide Webs. Ich war ab 1995 online. Insofern hat man auch einen anderen Blick, wenn man Vieles miterlebt hat, sogar noch mit Gopher Informationen gesucht. Siehe dazu auch als Exkurs:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/CmMF8zZg6N4" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p>Man muss und kann die Uhr nicht zurückdrehen. Aber man hat eine andere Perspektive, wenn man es noch kennt, dass man nicht “always on” ist. Mit dem Auftreten von Compuserve und AOL im Internet sollte alles auf einmal (1999) ganz einfach sein:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/4XIwVMYeP4I" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p>So entwickelte sich das Internet von einem militärischen Netzwerk, über ein wissenschaftliches Netzwerk und dann Hacker/First Movern zu etwas für ALLE. Und dann auch kombiniert mit Millionen von (oftmals) Windows und Apple Usern. Ein Eldorado für Silicon Valley und Kriminelle, die mit der Naivität und der Erwartungshaltung von “einfachem” Internet das schnelle Geld machen wollten. Dann kam die Dot-Com-Blase und ihr Zusammenbruch. Auch an den Börsen. Weil der Widerspruch zwischen Erwartungen und Realität zu groß wurden.</p>
<section id="enshittification" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="enshittification">Enshittification</h2>
<p>Einiges blieb. 2003/2004 erlebte mit MySpace und Facebook Social Media seinen Aufstieg. Es bediente im Grunde Bedürfnisse der Menschen als “soziales Tier”. Neugier, Gossip, Menschen kennenlernen, kommunizieren. Aber gerade mit Facebook entstanden große Gatekeeper. Also die Frage: Wem gehört das Netz? Wem gehören unsere Daten? Aber da sagten Viele: Ist doch egal, ich will bei FB sein! Cory Doctorow hat dafür den Begriff “Enshittification” popularisiert:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/d2e-c9SF5nE" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p><strong>Enshittification</strong> beschreibt einen Prozess, bei dem digitale Plattformen – wie soziale Netzwerke, Streaming-Dienste oder Online-Marktplätze – schrittweise die Qualität und Nutzerfreundlichkeit ihrer Angebote verschlechtern, um kurzfristige Profite zu maximieren.</p>
<p>Typischerweise beginnt es mit der Anlockung von Nutzern durch attraktive, oft kostenlose oder nutzerfreundliche Features. Sobald die Plattform eine dominante Marktposition erreicht hat, werden die Bedingungen für Nutzer schrittweise verschlechtert: durch aufdringliche Werbung, bezahlte Priorisierungen, Einschränkung von Funktionen oder die Einführung von Abo-Modellen.</p>
<p>Am Ende leiden die Nutzer unter einer schlechteren Erfahrung, während die Plattform ihre Monopolstellung ausnutzt, um Gewinne zu steigern – oft auf Kosten von Inhaltsqualität, Datenschutz oder Fairness.</p>
<p>Cory Doctorow hat zB ein Profil <span class="citation" data-cites="doctorow">@doctorow</span> bei Mastodon. Einem Twitter/X-Ersatz:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://mamot.fr/@pluralistic"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-2983377488.png" class="img-fluid figure-img" alt="Enshittification Cory Doctorow"></a></p>
<figcaption>Enshittification Cory Doctorow</figcaption>
</figure>
</div>
</section>
<section id="solution" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="solution">Solution</h2>
<p>Ich möchte nicht zu viel über Instanzen wie Instagram oder Tiktok sprechen. Generell versuchen sie eben, User einzusperren, sie nutzen ihre Daten, um KIs zu trainieren, sie arbeiten mit Faschisten zusammen und sind fundamental antidemokratisch. Mit ihren Algorithmen fördern sie oftmals den Dissenz und Parteien wie die AfD oder bei uns Medien wie WELT TV. Netzwerke von Milliardären, denen es lieber ist, wenn wir uns gegenseitig zanken, während sie unsere Demokratie mit Geld beeinflussen. Alles andere also als unabhängige und neutrale Medien. Es gäbe auch viel zur Medienlandschaft zu sagen. Zu Medienkonzernen und zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber nicht heute und nicht hier.</p>
<p>Der Kern ist eigentlich der, dass wir unser Leben nicht Milliardären vertrauensvoll in die Hände legen sollten, die gegen unsere Interessen handeln. Die uns mit Werbung beeinflussen. Die geholfen haben, den Brexit herbeizuführen und Trump zur Macht verholfen haben. Es geht hier wirklich um Grund- und Menschenrechte und den Erhalt unserer Demokratie!</p>
<p>Die Lösung ist, Plattformen zu benutzen und zu betreiben, die vielfältig sind und “uns” gehören. Um das im großen Stil zu machen, ohne dass es Nachteile geben muss, an Limits zu kommen, muss man auf föderierte System setzen.</p>
</section>
<section id="das-fediverse" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="das-fediverse">Das Fediverse</h2>
<p>Das <strong>Fediverse</strong> hat seinen Ursprung vor allem mit dem Projekt <strong>StatusNet</strong> (später <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/GNU_social">GNU Social</a>), das 2008 gestartet wurde. Es war eine der ersten dezentralen Mikroblogging-Plattformen, die auf dem OStatus-Protokoll basiert, einem Vorläufer des heutigen <strong>ActivityPub</strong>-Standards.</p>
<p>Die Technik dahinter ist dabei gar nicht so entscheidend. Es geht nur darum, dass verschiedene Systeme/Instanzen miteinander reden und Daten austauschen. Das heißt es bedarf nicht mehr des EINEN GROSSEN Servers. Und damit sinkt auch das Risiko der Abhängigkeit, oder der Möglichkeit, dass Diktaturen und Geheimdienste Inhalte sperren und Dissidenten verfolgen.</p>
<p>Wer jetzt glaubt, dass wir in unserer Demokratie solche Probleme nicht haben, dem möchte ich doch den Blick in die USA empfehlen, wo inzwischen Journalisten verfolgt werden. Und die Demokratie am Abgrund steht. Eine AfD-Bundesregierung in Deutschland wird jedes Jahr wahrscheinlicher. Und wir wissen, was sie von freier Meinungsäußerung und Demokratie halten.</p>
<p>Die heutigen Alternativen heißen zB:</p>
<ul>
<li><p><strong>Mastodon</strong> statt Twitter/X/Bluesky (wobei Bluesky zwar auch kompatibel zum Fediverse ist, aber dennoch zentralistisch ist)</p></li>
<li><p><strong>Pixelfed</strong> statt Instagram (ich komme zB seit einer Woche auch gar nicht mehr in Instagram rein, vermutlich weil ich einen sicheren Browser verwende)</p></li>
<li><p><strong>PeerTube</strong> statt Youtube</p></li>
</ul>
<p>Es gibt noch viel mehr Systeme und es wird vielleicht in naher Zukunft auch ganz andere Systeme geben.</p>
</section>
<section id="pixelfed" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="pixelfed">Pixelfed</h2>
<p>Für alle, die meinen sie sein voll abhängig von zB Instagram empfehle ich einfach schon mal einen Pixelfed-Account anzulegen:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://pixelfed.org/how-to-join"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-1136222476.png" class="img-fluid figure-img" alt="Get Started with Pixelfed"></a></p>
<figcaption>Pixelfed Start</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Einfach schon mal einen Account sichern und herumprobieren. Es ist im Kern heute eher das, was Instagram am Anfang war: Ein Netzwerk, um seine Fotos zu teilen. Aber natürlich auch mehr als das. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich langweilt Instagram schon immer. Ich nutzte es mehr, um meine eigenen Inhalte zu verbreiten und kaum zum lesen. Und aktuell gibt es viel Werbung und alle wetteifern da um Aufmerksamkeit. Noch vor wenigen Jahren kannte noch niemand Instagram. Es ist alles eine Frage der Eigendynamik. Heute gibt es noch nicht viele Organisationen und Influencer, die da aktiv werden. Aber mit dem weltweiten Ausbreiten des Faschismus wird das sicher anders. Und wie gesagt. Ausprobieren schadet nicht. Diese Nachricht wendet sich aber am ehesten an die, die schon eh ein komisches Gefühl bei Instagram haben und nur nach einer Alternative suchen. Vielleicht ist für euch selbst HEUTE noch nicht der Tag, aber morgen. Vielleicht weil ihr etwas erlebt auf Instagram und fliehen wollt.</p>
</section>
<section id="peertube" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="peertube">PeerTube</h2>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://joinpeertube.org/"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-3959023019.png" class="img-fluid figure-img" alt="Join PeerTube"></a></p>
<figcaption>Join PeerTube</figcaption>
</figure>
</div>
<p><strong>PeerTube</strong> soll die YouTube-Alternative werden. Es eignet sich heute schon dazu, eigene Videos hochzuladen. Hier gilt Ähnliches wie für Pixelfed. Erwartet nicht, dass es genau so funktioniert wie YouTube. Es ist nicht so clean und eher chaotisch. Und der Algorithmus empfiehlt euch nicht unendlich viel Musik, die dem entspricht, was ihr schon gehört habt und “geliked” habt. Aber ich denke, es ist eine gute Alternative für Videoproduzent:innen, denen ihre Unabhängigkeit wichtig ist. Man weiß, es gibt auf YouTube viele (unberechtigte) Strikedowns wegen Urheberrecht. Aber ihr könnt hier auf dem Instanzen kein Geld verdienen. Da müsst ihr schon via Paypal oder Patreon oder Vergleichbares gehen.</p>
</section>
<section id="mastodon" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="mastodon">Mastodon</h2>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://norden.social/@kielkontrovers"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-255703449.png" class="img-fluid figure-img" alt="Mastodon Interface"></a></p>
<figcaption>Mein Profil bei norden.social</figcaption>
</figure>
</div>
<p><strong>Mastodon</strong> ersetzt Twitter/X/Bluesky. Mastodon ist die ausgereifteste Alternative. Vielleicht auch, weil es im Kern auf Textnachrichten setzt. Es ist aber voll kompatibel mit <strong>Pixelfed</strong> und <strong>PeerTube</strong>! Das ist das Schöne. Du kannst auf Mastodon auch Videokanäle auf PeerTube abonnieren und kommentieren. ZB sind mittlerweile glaube ich fast alle deutschen Universitäten auf Mastodon. Ich kann da auch eigentlich kaum einen Unterschied erkennen. Es funktioniert nahezu identisch. Und auch gerade in Kiel ist die Szene sehr aktiv. Und auch findet ihr mich auch Mastodon. Meine Instanz ist jetzt <a href="https://norden.social/explore">norden.social</a> und aktuell bin ich da sehr zufrieden. Ach ja, man darf auch immer mal spenden!</p>
</section>
<section id="fazit" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="fazit">Fazit</h2>
<p>Es GIBT Alternativen. Wie schon gesagt, vielleicht ist das auch nichts für Jede:n.&nbsp;Was auch möglich ist als Organisation: Eigene Instanzen betreiben! So hat es zB das Bundesland Schleswig-Holstein gemacht: <a href="https://social.schleswig-holstein.de/about" class="uri">https://social.schleswig-holstein.de/about</a></p>
<p><a href="https://social.schleswig-holstein.de/about"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/images/clipboard-1438106598.png" class="img-fluid" alt="Moin und herzlich willkommen auf unserer Mastodon-Instanz für Schleswig-Holstein! Diese Plattform bietet eine Kommunikationsumgebung für Landesbehörden, Personen der Landespolitik, Kommunen, öffentliche Organisationen sowie anerkannte gemeinnützige Einrichtungen. Hier können Sie sich vernetzen und Informationen austauschen. Gestalten Sie mit uns eine offene und lebendige digitale Gesellschaft in Schleswig-Holstein! Sie gehören zu einer der oben genannten Gruppen und wollen dabei sein? Dann registrieren Sie sich jetzt, wir freuen uns auf Sie! Infos zum Beitritt gibt es unter https://schleswig-holstein.de/mastodon  Hinweise: Alle Nutzenden sind selbst für ihre Inhalte verantwortlich. Bei Fragen oder Anregungen zu dieser Mastodon-Instanz schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mastodon@stk.landsh.de, wir helfen Ihnen gerne weiter!"></a></p>
<p>Und als Tiktok-Alternative entsteht gerade <a href="https://loops.video/">Loops</a>!</p>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Technologie</category>
  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-social-media-alternativen/</guid>
  <pubDate>Fri, 06 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Olympia-Ablehnung in Kiel wächst laut KN</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-stimmung-dreht-gegen-olympia/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

<script>


  fetch('https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=54.3213&longitude=10.1349&current=temperature_2m&timezone=Europe/Berlin')
    .then(response => response.json())
    .then(data => {
      const temperatur = data.current.temperature_2m;
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        `🌡 Aktuelle Temperatur in Kiel: ${temperatur}°C`;
    })
    .catch(error => {
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
      console.error('Fehler:', error);
    });
</script>
<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-stimmung-dreht-gegen-olympia/images/clipboard-3695043090.png" class="img-fluid"></p>
<p><a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/olympia-plaene-fuer-hamburg-und-kiel-umfrage-zeigt-gespaltene-stimmung-vor-buergerentscheiden-IPIG3YR4FRGNREDTOZMOTGXSZE.html" title="Umfrage: Knappe Mehrheit votiert für eine Olympia-Bewerbung von Hamburg und Kiel">Laut Kieler Nachrichten gab es bei einer Umfrage</a> zur Zustimmung zu Olympia in Kiel (habe von der gar nichts mitbekommen?)</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/olympia-plaene-fuer-hamburg-und-kiel-umfrage-zeigt-gespaltene-stimmung-vor-buergerentscheiden-IPIG3YR4FRGNREDTOZMOTGXSZE.html"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-stimmung-dreht-gegen-olympia/images/clipboard-2599339233.png" class="img-fluid figure-img" alt="Nicht-repräsentative KN-Umfrage: Knapp die Hälfte der Stimmen pro Olympia  Eine nicht-repräsentative Umfrage auf KN-online deutet darauf hin, dass die Zeichen hier ähnlich wie in Hamburg stehen. 1426 Leserinnen und Leser stimmten dort zur Frage ab, wie sie zu Olympischen Segelwettkämpfen in Kiel und Umgebung stehen. 50,5 Prozent sprachen sich dafür aus, 8,6 Prozent zeigten sich noch unentschlossen. 41 Prozent votierten dagegen."></a></p>
<figcaption>Auszug aus KIeler Nachrichten vom 4.2.</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Eine Zustimmungsquote von 50,5 % ist ein deutlicher Dämpfer zu den 65,6 % von 2015:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/statistik_kieler_zahlen/_statistische_wahlberichte/Statistischer_Bericht_Nr._242_-_Olympia_Buergerentscheid_2015.pdf"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/02-stimmung-dreht-gegen-olympia/images/clipboard-2047781050.png" class="img-fluid figure-img" alt="Ja 76,6 %, Abstimmungsbeteiligung 31,7"></a></p>
<figcaption>Zahlen aus dem offiziellen Wahlbericht 2015</figcaption>
</figure>
</div>
<p>1426 Befragte ist schon relativ viel. Das sind rund 2 % der Abstimmungsbeteiligten damals. Die Zustimmmung wäre damit 14 Prozent geringer als vor 11 Jahren. Oder 15,1 Prozentpunkte.</p>
<p>Der Widerstand in Kiel ist dieses Jahr zwar geringer als 2015. Damals gab es 2-3 Gruppen, die unabhängig voneinander aufklärten und gegen die Olympiabewerbung mobil machten. Allerdings nehme ich subjektiv viel mehr Ablehnung war. Und ich denke es gibt eine gewisse politische Frustration mit den Verhältnissen. Unzufrieden mit Haushaltsperren, Fahrpreisverteuerungen, Deutschlandticketverteuerungen, Sprottenflottenverteuerung, gleichzeitig Erhöhung der Ehrenamtsbezüge für Ratsmitglieder durch CDU und GRÜNE.</p>
<p>Man sieht die Herausforderungen der Stadtbahn, die Absicht einen teure Autobahnanschluss zu bauen und gleichzeitig die Unbeirrbarkeit sich in ein olympisches Abenteuer zu werfen mit bisher völlig unklaren Kosten. Ich komme da auf vielleicht 350 Millionen als Anteil für Kiel. Gegenfinanzierung? Unklar!</p>
<p>Man muss mit Umfragen vorsichtig sein. Zu 2015 habe ich keine vergleichbare Umfrage gefunden. Aber die Stimmung war positiver. Damals haben selbst Freunde mir erzählt, dass das ja irgendwie charmant wäre. Heute schütteln die selben Leute eher den Kopf. Man kann den Leuten halt nicht jahrelang erzählen wir müssen sparen und dann mit beiden Händen das Geld aus dem Fenster werfen.</p>



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  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/02-stimmung-dreht-gegen-olympia/</guid>
  <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Alternativen bei der KI-Nutzung</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

<script>


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        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
      console.error('Fehler:', error);
    });
</script>
<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/images/artikelbild.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Das Bild zeigt eine futuristische KI-Figur, umgeben von Symbolen für menschliche Intelligenz, Ethik und Datenschutz. Die Farbpalette und die Elemente sollen eine kritische Reflexion über die Vor- und Nachteile von KI vermitteln. -- Made with Mistral AI"></p>
<figcaption>made with Mistral AI</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Viele denken bei KI und Künstlicher Intelligenz immer an die Großen, wie ChatGPT oder Google Gemini usw.. Doch es gibt sowohl diese Alternativen als auch die Möglichkeit KI lokal auf dem eigenen Computer zu nutzen.</p>
<p>Sind die Alternativen gleichwertig? Sagen wir so: KI macht generell viele Fehler, für die meisten Anwendungen sind auch diese Alternativen brauchbar. Meine Sichtweise ist dabei etwas von Linux geprägt.</p>
<p>Hier stelle ich kurz zwei Onlinealternativen vor:</p>
<section id="lumo-von-der-proton-ag-schweiz" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="lumo-von-der-proton-ag-schweiz">1. Lumo von der Proton AG (Schweiz)</h2>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/images/clipboard-9769491.png" class="img-fluid"></p>
<p>Von den Macher:innen von Proton Mail.</p>
<p>In dem Vergleich zu den “bösen” Großen stellt sich Lumo so vor:</p>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/images/clipboard-4041610155.png" class="img-fluid"></p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Proton wurde 2014 in der Schweiz gegründet, als ein Team von Wissenschaftlern am CERN (der Europäischen Organisation für Kernforschung) beschloss, ein besseres Internet zu schaffen, in dem Datenschutz Standard ist.</p>
<p>Quelle: <a href="https://proton.me/de/about" class="uri">https://proton.me/de/about</a></p>
</blockquote>
<ul>
<li><p>Adresse: <a href="https://lumo.proton.me/" class="uri">https://lumo.proton.me/</a></p></li>
<li><p>Kosten für Abo mindestens: 9,99 € /Monat</p></li>
<li><p>App verfügbar: Android, iPhone</p></li>
<li><p>API verfügbar: ja</p></li>
</ul>
<p>Meine Erfahrung: Es funktioniert überwiegend gut. Ich hatte manchmal eine kurze Unterbrechung und musste noch mal abschicken. Aber das kenne ich von jeder getestete KI. Lumo kann keine Bilder generieren. Und versteht auch keine Bilder als Input.</p>
</section>
<section id="le-chatmistral-ai-sas-frankreich" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="le-chatmistral-ai-sas-frankreich">2. Le Chat/Mistral AI SAS (Frankreich)</h2>
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/images/clipboard-97283043.png" class="img-fluid" width="239"></p>
<p>Nach meinem Eindruck ist Le Chat etwas besser als Lumo und unterstützt sowohl die Bildinterpretation als auch -generierung. Wobei das mit den Bildern manchmal auch schief geht. Aber ab und zu konnte mir Le Chat auf Anhieb genau das liefern, was ich wollte.</p>
<ul>
<li><p>Adresse: <a href="https://chat.mistral.ai/chat" class="uri">https://chat.mistral.ai/chat</a></p></li>
<li><p>Kosten für Abo mindestens: 9,99 € /Monat</p></li>
<li><p>App verfügbar: Android, iPhone</p></li>
<li><p>API verfügbar: ja</p></li>
</ul>
<p>Hier ein <a href="https://docs.mistral.ai/mistral-vibe/introduction">CLI-Tool</a> für die Kommandozeile (nur mit API-Key)</p>
</section>
<section id="deutschland-fehlanzeige" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="deutschland-fehlanzeige">Deutschland? Fehlanzeige!</h2>
<p>Trotz längerer Recherche habe ich keine KI-Unternehmen gefunden, die in Deutschland öffentliche Chatbots anbieten. Ich habe Lumo und Le Chat relativ schnell gefunden vor Monaten. Also es kann sein, dass es da doch eine gibt, aber offenbar so wenig bekannt, dass niemand darüber schreibt. Das ist schon sehr peinlich. Ich habe da nur Neuroflash gefunden, aber da gehts nur um Kundendialoge.</p>
</section>
<section id="ki-für-zuhause-offline" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="ki-für-zuhause-offline">KI für zuhause /Offline</h2>
<p>Wer ganz ohne Internet und nur auf dem heimischen PC mit KI wurscheln will kann das auch. Ich habe da jetzt nicht so viel probiert, da mein eigener PC noch aus den Jahren vor KI stammt und daher etwas langsam ist für den Zweck. Aber selbst er kann es bei kleineren Modellen betreiben. Ich nenne daher nur das, was ich selber getestet habe:</p>
<ul>
<li><a href="https://github.com/ollama/ollama">Ollama</a></li>
</ul>
<p>Ich muss sagen, die empfohlene Installationsart dort mag ich nicht. Also ein Skript mit Curl runterladen und gleich mit Rootrechten ausführen. Und das Skript, was ich damals genutzt hatte, bot keine Deinstallation. Daher ist vielleicht besser das mit Homebrew zu installieren.</p>
<p>Ollama ermöglicht es, verschiedene Modelle zu installieren und zu benutzten. Die laufen dann also nicht im Internet. Ich denke, das sollte die bevorzugte Methode sein, wegen Datenschutz, Privatsphäre und allen möglichen anderen Dingen (Klimaschutz,…). Wobei es dann auch noch darauf ankommt, wie die Modelle generiert wurden. Also Arbeitsbedingungen, welche Daten fließen ein? Wie ist es mit Bias? Aber generell kann Mensch Modelle ja auch selber generieren mit entsprechender Hardware.</p>
<p>Aber zB stelle ich mir vor, dass solche lokalen KIs ideal sind für große Archive digitalisierter Daten, die es dann ermöglichen neben Bild-/Schrifterkennung auch nach Kontexten zu suchen und Forscher:innen auf etwas hinzuweisen, was bisher unbekannt war. Und wo klassische Suchmaschinen bisher scheiterten.</p>
</section>
<section id="linux-software" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="linux-software">Linux-Software</h2>
<p>Bisher war ja die ganze KI-Sache so neu, dass Linux-Distibutionen jahrelang überhaupt keine KI-Software installierbar hatten. Auf Linux-Mint finde ich jetzt zB nur als Flathub-Pakete:</p>
<ul>
<li><p><a href="https://reins.ibrahimcetin.dev/">Reins</a>: Chat für Ollama</p></li>
<li><p><a href="https://newelle.qsk.me">Newell</a> Ki Chat-Bot - <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TNX2g7Z78kY">Youtube Video</a></p></li>
<li><p><a href="https://jeffser.com/alpaca/">Alpaca</a>, grafisches Interface</p></li>
<li><p><a href="https://tesk.page/upscaler/">Upscaler</a>, Bilder hochskalieren und verbessern</p></li>
<li><p><a href="https://imaginer.codeberg.page/">Imaginer</a>, Bildgenerator</p></li>
<li><p>Simplexity, Frontend für Perplexity AI</p></li>
<li><p>Jan, Chatbot</p></li>
</ul>
</section>
<section id="sicherheitshinweise-für-kis" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="sicherheitshinweise-für-kis">Sicherheitshinweise für KIs</h2>
<p>Generell wäre meine Empfehlung bei der Nutzung von KI, besonders wenn es Online im Internet erfolgt:</p>
<ul>
<li><p><strong>Anonymisiert eure Daten!</strong> Ihr müsst davon ausgehen, dass eure Daten ausgewertet werden und in die Händer von Unbefugten geraten. Darum meine dringende Empfehlung eher EU oder Schweiz als Standort der Maschinen zu nutzen. Aber selbst mit entsprechender Gesetzgebung sind Lücken möglich.</p></li>
<li><p><strong>Spielerischer Umgang!</strong> Da LLMs Fehler machen sehe ich ihre Stärke im Chat und als Ideengeber. Oder auch um eine Vorlage zu erstellen, die man dann weiter bearbeitet. Auf keinen Fall sollte man den Output 1:1 übernehmen, außer man ist glücklich mit einem produzierten Bild. Insbesondere sollte man alles stark hinterfragen, was irgendwie gefährlich werden könnte, also zB Tips für Reparaturen rund um Strom oder Heimwerken (sofern irgendwas tragend sein soll). D.h. vielleicht den Tip den das LLM dir gibt gleich noch mal googlen und bei mehreren Quellen bestätigen lassen. Und auch nicht als Hausärztin-Ersatz benutzen bei ernsthaften Symptomen usw. . Also das ganze eher wie ein Spiel betrachten, wenn es nicht-beruflich eingesetzt wird. Im Job und Unternehmen braucht es denke ich Guidelines um festzulegen wann und wofür und wie KI genutzt werden soll. Ich denke jede Art Organisation sollte sich dazu Gedanken machen, weil irgend wer wird auf jeden Fall KI nutzen. Und dann braucht es Regeln, damit nichts schief geht. Bzw. damit auch klar ist, wer Verantwortung trägt, wenn etwas schief geht und zb sämtliche Kundendaten bei Grok landen und darüber ggf. bei amerikanischen Behörden und die Kunden Hausbesuche bekommen. Sowas will man nicht, ist aber möglich. Auch wenn ihr selber noch mal in die USA reisen wollt, überlegt euch, was ihr in das Internet hochladet!</p></li>
</ul>


</section>

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  <category>Technologie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/</guid>
  <pubDate>Sat, 17 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
  <media:content url="https://kielkontrovers.com/posts/26/26-ki-alternativen/images/artikelbild.jpg" medium="image" type="image/jpeg"/>
</item>
<item>
  <title>Alle sind gleich?</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/26/01-2026-vorschau/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

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        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
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</script>
<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/26/01-2026-vorschau/images/clipboard-1829984396.png" class="img-fluid"></p>
<p>Während die Stadt Kiel beschlossen hat, den Topf „Interventionistische Kunst in Gaarden“ 2026 und den Topf „Gemeinsam Kiel gestalten“ (GKG) zeitgleich auszusetzen, hat man anderswo mehr Geld locker gemacht:</p>
<ul>
<li><p>1,5 Millionen Euro für die Alte Mu (<a href="https://gruene-kiel.de/2025/12/15/presse-breite-politische-unterstuetzung-fuer-die-alte-mu-kiel-staerkt-das-kreative-herz-der-stadt/">PM der GRÜNEN</a>)</p></li>
<li><p>Einige zigtausend für die Amerika-Gesellschaft (<a href="https://archive.ph/O08Dr#selection-1099.167-1099.184">KN-Artikel</a>)</p></li>
<li><p>Eine Erhöhung der Entschädigung für ehrenamtliche Ratsabgeordnete über 300.000 € Mehrkosten (<a href="https://archive.ph/DFvNN">KN-Artikel</a>)</p></li>
</ul>
<p>Bedenkt man zahlreiche weitere Ausnahmen kann man schon die Rechnung aufmachen, dass da mal eben 2 Millionen alleine im Dezember mehr ausgegeben wurde, während man bei GKG und Interventionistische Kunst besonders in Gaarden ansetzt (dort fielen zuletzt 8 Anträge zu GKG 2025 ins Wasser wegen der Haushaltssperre). Man merkt: Bei Gaardener Interessen und Freier Kunst ist man schnell mit dem Rotstift dabei. In anderen Angelegenheiten schafft man aber noch im Dezember Ausnahmen, NACHDEM der Haushalt eigentlich schon durch ist und gejammert hat, dass es LEIDER NICHT ANDERS GEHT als hart zu sparen, da müssten doch ALLE FÜR VERSTÄNDNIS HABEN.</p>
<p>Auch das Büro Soziale Stadt Gaarden soll mit 2.000 Euro weniger auskommen.</p>
<p>Und mal ganz davon abgesehen, dass fast alle Parteien für ein Milliardenloch durch Kiels Beteiligung an einer der nächsten Sommerolympiaden gestimmt haben.</p>
<p>Wieder mal zeigt sich:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p><strong>„Alle sind gleich, aber manche sind gleicher!“</strong></p>
</blockquote>
<p>Bezeichnender weise klappt es immer genau dann nicht, dass die Ratsversammlung für ein Projekt an einem gemeinsamen Strang zieht, wenn es um einen Stadtteil wie Gaarden geht. Hier wird seit Jahrzehnten gespart, sodass hier ein Investitionsdefizit von Milliarden von Euro mit den Jahrzehnten entstanden sind.</p>
<p>Wie soll in Gaarden irgendwas besser werden, wenn man in Summe WENIGER investiert ? Es wird dann zwar immer seitens der Politik gejammert, aber auch irgendwie erwartet, dass Gaarden nicht nur fast alleine die Integrationsarbeit leistet, sondern auch auf jedem Gebiet mit weniger Investitionen sich genau so entwickelt, wie das Westufer. Dabei wird dann auf Transferleistungen im Sozialbereich verwiesen oder auf kleine Kreativtöpfe für Gaarden. Aber keine dieser Töpfe ändert etwas an den strukturellen Defiziten, die die Verwaltung seit Jahrzehnten selber befördert hat. Es gibt als aktive Veranstaltungszentren lediglich das Werftparktheater (in Ellerbek/Werftpark) und die kleine, unterversorgte Stadtteilbücherei. Kein einziges soziokulturelles Zentrum, keine Räume für Aufführungen oder Kino.</p>
<p>Dann macht man aber so Veranstaltungen wie Kulturrotation143, von denen man dann erwartet, dass sich Gaarden mal schön rausputzt und den Westuferbesucher:innen mal zeigt, wie arme Leute feiern können ohne viel Geld von der Stadt. Gaarden dient halt als abschreckendes Beispiel. Und hier muss man auch keine Gehwege reparieren. Bleibt mehr Geld für Düsternbrook.</p>



<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/26/01-2026-vorschau/</guid>
  <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Zum Jahresende 2025</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-zum-jahresende/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

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</script>
<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/12-zum-jahresende/images/clipboard-1306972050.png" class="img-fluid"></p>
<p>Zum Jahresende noch mal ein Blick auf die Politik</p>
<section id="die-oberbürgermeisterin-wahl" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-oberbürgermeisterin-wahl">1. Die Oberbürgermeister:in-Wahl</h2>
<p>Es gewann am Ende Samet Yilmaz, der am Anfang seiner Bewerbung der Favorit war und am Ende durch Verleumdungen und das Verhalten von SPD, Linke, SSW mit viel Gegenwind auch aus den eigenen Reihen kämpfen musste.</p>
<p>Das Leak aus dem Innenministerium verdient sicher noch einige Aufmerksamkeit, zB ob da jemand zB aus der CDU dem eigenen Kandidaten behilflich sein wollte? Denn der Zeitpunkt der damaligen Vorwürfe war perfekt auf den Start der Kandidatur getimet.</p>
<p>Gerade heute wird berichtet, wie die CDU nun etwas am eigenen Wahlkampf zweifelhaft. Aber nicht zu sehr:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/frust-in-der-cdu-kiel-nach-der-ob-wahl-regt-sich-kritik-am-wahlkampf-IKR6P57HCZHJTNZSER447HOMC4.html"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/12-zum-jahresende/images/clipboard-3883005760.png" class="img-fluid figure-img" style="filter: sepia(1)" alt="CDU Kiel bleibt beim Thema Stadtbahn Mit Blick auf die Wahlkampf-Inhalte fühle er sich bestätigt. „Wir stehen für eine solide Haushaltspolitik – mit der Konsequenz, dass die Stadtbahn nicht finanzierbar ist.“ Die Priorität der CDU liege auf Schulen und Sportstätten. „Das machen wir zur Kommunalwahl 2028 in Kiel wieder zum Thema“, sagt von der Heide."></a></p>
<figcaption>Kieler Nachrichten vom 22.12.2025</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Seit Jahrzehnten jagt die CDU Kiel dem Feindbild einer StadtRegionaBahn oder Stadtbahn hinterher, auch wenn sie es früher ein mal befürworteten in der Kooperation mit den Grünen. Offenbar ist man der Meinung, dass das eher genutzt als geschadet hat. Und man setzt eher auf die Senior:innen, die meinen sie seien aufs Auto angewiesen, oder keine Lust haben auf ÖPNV.</p>
<p>Dabei hatte die CDU vielleicht in der Nachfolge Kämpfers und mit einem zweifelsohne sehr bekannten Journalisten die besten Chancen seit langem. Ich würde es eher so einschätzen, dass der Kandidat dadurch, dass er zwar kein Verkehrskonzept hatte, aber alleine zwei Plakate gegen die Stadtbahn hatte, den Support für ein modernes, städitsches Publikum verlor. Man hat sicher einige Stadtbahnhasser mobilisieren können, aber eben, wie auch im KN-Artikel vermutet, Stadtbahnbefürworter mobilisiert. Am Ende wurde es zum Referendum um die Stadtbahn. In meinem Freundeskreis habe ich vor der Wahl schon vermutet:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>„Sollte die CDU wieder verlieren, wird sie sicher weiter darauf bestehen, dass das ihr Hauptwahlkampfthema ist. Die laufen einfach immer wieder gegen die Wand und lernen nicht dazu“</p>
</blockquote>
<p>Da sind sie einfach berechenbar. Das heißt aber für alle, die von einer Großstadt wie selbstverständlich erwarten, dass man bequem und schnell durch die Stadt fahren kann: Auf KEINEN Fall CDU wählen. Aus Sicht der CDU soll Kiel provinziell bleiben. Für immer abgehängt was modernen Verkehr angeht. So war man in der CDU Kiel und Plön auch schon immer gegen Hein Schönberg. Nur jetzt, wo der Fortschritt sichtbar ist und 2027 abgeschlossen ist, besann man sich bei Derkowski eines besseren und tut so, als wäre man schon immer dafür gewesen. Und ich erinnere mich auch sehr gut, als Landesverkehrsminister Buchholz (FDP) damals zwischenzeitlich den Stecker aus dem Projekt zog, weil es etwas teurer wurde. Nur um dann doch wieder grünes Licht zu geben, weil die Prognosen zu positiv waren, trotz Preissteigerung.</p>
</section>
<section id="die-ratsversammlung" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-ratsversammlung">2. Die Ratsversammlung</h2>
<p>Erst nach der OB-Wahl ließen CDU und GRÜNE so richtig die Katze aus dem Satz und stimmten gemeinsam für eine die Erhöhung der drastischen Ehrenamtspauschale für Ratsmitglieder.</p>
<p>Nachdem man einen Kahlschlag im Haushalt vollzog, zB als Einschnitt „Gemeinsam Kiel Gestalten“ aussetzte, die kostenlose erste halbe Stunde der Sprottenflotte beendet, oder auch im Büro Soziale Stadt Gaarden den Rotstift ansetzte, meinte man uns erklären zu können, warum im Gegensatz zu diesem Megatrend man sich aber selber bedienen darf aus dem Stadtsäckel. Also nicht etwas WENIGER Geld, weil wir ja ALLE sparen müssen. Nein, alle sind gleich, aber einige sind GLEICHER.</p>
<p>Ich will dabei gar nicht gegen irgendwelche Argumente stimmen, die betonen, das Ratsarbeit auch nicht immer leicht ist. Aber es ist eben trotzdem ein Ehrenamt. Und ich selbst habe Jahrzehnte als Ehrenamtler gearbeitet zB für den Erhalt vom Freibad Katzheide und musste erleben, wie wenig sich Ratsleute nur ansatzweise mit Fakten und Argumenten auseinandersetzten, obwohl sie dafür sogar bezahlt wurden. Viele Ehrenamtler:innen in Kiel bekommen gar kein Geld, leisten aber das Gleiche oder oder sogar mehr als einzelne Ratsmitglieder. Vor allem hat es ein ziemliches Geschmäckle, dass man das Thema ganz und gar nicht im OB-Wahlkampf erwähnte, nur um sofort danach mit der CDU zu kooperieren. Lest dazu auch die R<a href="https://gruene-kiel.de/2025/12/12/rede-zur-erhoehung-der-aufwandsentschaedigung-von-anke-oetken/">ede der Fraktionsvorsitzenden Anke Oetken</a>:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>75 % mehr, was bedeutet das wirklich? Ab dem 1.1.2026 haben wir einen bundesweiten Mindestlohn von 13.90 €, für den vor allem die SPD und die Linke gekämpft haben. In der Gastronomie sind es 14,97. Wenn wir die Erhöhung auf dann 721,00 Euro durch den Mindestlohn von 13,90 teilen, bedeutet dies eine wöchentliche Arbeitszeit von rund 12 Stunden, den Tarif der Gastronomie zu Grunde gelegt 11 Stunden. Und ehrlich, das arbeiten wir alle für den Rat.</p>
</blockquote>
<p>Die Rede ist ein Beispiel dafür, warum auch die GRÜNEN von Vielen als zu ab gehoben werden. Eine vollkommen absurde Rechnung, so als wäre die Ratstätigkeit eine Art Minijob. Aber bisher ist diese Tätigkeit eben kein Beruf. Und viele andere Menschen in Kiel struggeln.</p>
<p>Streng genommen handelt es sich hier lediglich um Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigung. Wer berufstätig ist, enthält auch eine Entschädigung für die Zeit, die er:sie nicht arbeitet, sondern an einer Sitzung teilnimmt. Das Geld, was also ausbezahlt wird, kann je nach weiteren Tätigkeiten noch weit höher sein.</p>
<p>Die Leute draußen sind nicht dumm und bekommen sowas mit. Die eigene Klientel sieht das vielleicht weniger kritisch und hat Verständnis.</p>
</section>
<section id="ausblick-auf-2026" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="ausblick-auf-2026">Ausblick auf 2026</h2>
<p>Die Haushaltslage ist desaströs. Ob die Kommunalaufsicht den Haushalt durchwinkt fraglich. Es braucht dringend eine Kurskorrektur. Aber auch wichtig manche Projekte endlich mal auf die Schiene zu bringen. Entgegen dazu hat man über Jahrzehnte beim Schulbau gespart. Niemand ist dagegen, das auch zu finanzieren. Aber man kann die Versäumnisse nicht in Kürze beheben. Dafür macht man aktuell gerade wieder die Fehler zB in Gaarden zu sparen. Alles was wir jetzt versäumen ist aber die Hypothek auf Übermorgen. Am Ende muss man in ein Haus, was man nicht ständig pflegt, eben abreissen und neu bauen. Und das ist das Teuerste.</p>


</section>

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  <category>Demokratie</category>
  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-zum-jahresende/</guid>
  <pubDate>Sun, 21 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Sollte die Wehrpflicht in Deutschland wieder eingeführt werden?</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-wehrpflicht/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/12-wehrpflicht/images/greentoy.jpg" class="img-fluid" alt="Green Toys"></p>
<section id="disclaimer" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="disclaimer">Disclaimer:</h2>
<blockquote class="blockquote">
<p>Ich habe in den 90er Jahren meine damals noch vorhandene Wehrpflicht durch Zivildienst durch Wehrdienstverweigerung abgeleistet. Damals musste man 15 Monate Zivildienst leisten. Drei Monate mehr als der Grundwehrdienst. Sozusagen als Bestrafung, dass man es wagte zu verweigern. Ich denke, das war damals auch genau richtig. Es war die Zeit von Glasnost und richtig das Wettrüsten zu hinterfragen.</p>
</blockquote>
<p>Ich werde in diesem Artikel verschiedene Aspekte der Wehrpflicht reflektieren.</p>
</section>
<section id="die-entstehung-der-wehrpflicht" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-entstehung-der-wehrpflicht">Die Entstehung der Wehrpflicht</h2>
<p>Die moderne Wehrpflicht startet tatsächlich mit der Französischen Revolution im Jahre 1793 und gegen im Krieg gegen Mächte, die die Monarchie zurückbringen wollten. In der Moderne begann auch die moderne Disziplinierungsgesellschaft. Verbunden mit Vorstellungen von Gleichheit und Gerechtigkeit. Aber eben auch mit der Notwendigkeit des Staates eine umfassende Kontrolle über seine Bürger:innen auszuüben. Nicht nur mit der Befolgung diverser Gesetze, sondern eben auch elementarer die Menschen selbst in ihrem Leben und ihrem Denken.</p>
<p>Die negativen Auswirkungen haben wir dann besonders in Deutschland während der Nazizeit gesehen, wo eine totale Unterwerfung des Individuums erwartet wurde. Und das auf der anderen Seite auch in einer totalen Vernichtung endete. Sozusagen eine absolute Selbstaufgabe, die so endet, dass am Ende keine menschlichen Werte mehr bewahrt wurden und amit die Gesellschaft als solches vernichtet wurde, begründet allerdings mit der angeblichen Notwendigkeit all das zu tun, um diese zu erhalten.</p>
</section>
<section id="die-freiheiten-die-wir-verlieren" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-freiheiten-die-wir-verlieren">Die Freiheiten, die wir verlieren</h2>
<p>Das führt uns eben dazu, dass es eigentlich immer darum geht, was wir in einer Gesellschaft bewahren wollen. Bzw. gibt es immer unterschiedliche und auch widerstrebende Zielsetzungen oder Antagonismen, Widersprüche. Die muss man in einer Demokratie aushalten. Dazu gehört sicher auch, dass in einer vo Gewalt geprägten Welt nicht immer Gewaltlosigkeit die bessere Antwort ist. Für Kräfte wie den Faschismus bedeutet der Verzicht auf Gewalt eben auch eine Einladung zur Machtübernahme.</p>
<p>Generell ist also eine gewisse Wehrhaftigkeit einer Demokratie sowohl gegenüber inneren Feinden, die die Macht übernehmen wollen, oder auch fremden Mächten, die gerne schwächere Länder überfallen möchten, angebracht. Die offene Frage ist dann eben, welche Mittel angebracht sind und wie Widerstand oder Wehrhaftigkeit aussehen muss oder soll, ohne dass der Charakter der Demokratie erodiert wird.</p>
</section>
<section id="deutschland-2026" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="deutschland-2026">Deutschland 2026</h2>
<p>Wenn wir es dann wieder runterbrechen auf die Bundesrepublik 2026 stellt sich konkret die Frage, wie ist die Bundeswehr organisiert? Oder auch: Wie gut schützt sich unsere Demokratie vor denen, die die Demokratie abschaffen möchten? Und da stellen wir fest, dass zur Abwehr der AfD kaum Schritte unternommen wurden. Im Gegenteil. Auch wenn die AfD zB zu Aggressoren wie Russland enge Verbindungen unterhält, meint man die AfD immer noch eher inhaltlich stellen zu wollen. Man wiederholt damit die Fehler der späten 20er Jahre.</p>
<p>Viel eher ist man bereit in die eigene Rüstung zu investieren. Kaum ist man bereit den Charakter der Bundeswehr zu ändern. Die nach wie vor auf eine fast archaische Unterwerfung von Soldat:innen setzt. Die Technik ist zwar teilweise modern, der Umgang mit Menschen aber nicht. Und ist Wehrpflicht heute noch modern oder tragbar? Die Ukraine hat nach dem Überfall Russlands darauf gesetzt. Russland selbst hat zwar auch viele Menschen in die Armee gezwungen, hat aber offiziell auf eine weitreichende Einberufung breiter Schichten verzichtet, weil man Widerstände zum Krieg befürchtet.</p>
</section>
<section id="der-weg-der-ukraine" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="der-weg-der-ukraine">Der Weg der Ukraine</h2>
<p>In der Ukraine erscheint es als eine Notmaßnahme, geboren aus einer Alternativlosigkeit mitten im Krieg und weil man fürchtet sonst zu wenige Soldat:innen verfügbar zu haben. Im Konflikt zwischen Freiheit der Ukrainer:innen und Pflicht zur Verteidigung ist man sehr weit Richtung Pflicht gegangen und hat sich gegen die Freiheit entschieden. Am Ende ist es ja auch eine Kalkulation welcher Weg am ehesten zu weniger Freiheit führt: Die Einschränkung der Freiheitsrechte, oder der Verzicht auf eine Wehrpflicht, die evtl. dazu führt, dass der Widerstand gegen Russland endet und dann Russland bestimmt, welche Freiheiten Ukrainer:innen noch haben?</p>
</section>
<section id="verschiedene-wege" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="verschiedene-wege">Verschiedene Wege</h2>
<p>Es gibt mehr als nur ein oder zwei gangbare Wege. Für die Ukraine ist sicher als Land im Krieg etwas anderes sinnvoller als für Deutschland, dass zwar auch bedroht ist, aber eben (noch) keinen Krieg im eigenen Land führt. Es gab in der Vergangenheit Fälle, in denen Länder zB im Zweiten Weltkrieg überfallen wurden und eine verminderte Wehrfähigkeit dazu führte, dass Hitlerdeutschland dominierte. Man kann nicht ernsthaft behaupten, Polen hätte mit gewaltlosem Widerstand mehr erreichen können. Oder zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs, als die Welt und Europa den Faschisten aus Italien und Deutschland nichts entgegensetzen wollte und die Demokrat:innen im Stich ließ?</p>
</section>
<section id="das-wesen-von-demokratie" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="das-wesen-von-demokratie">Das Wesen von Demokratie</h2>
<p>Die Debatte in Deutschland hat schon eine starke Schieflage, wenn man glaubt, mit einer klassischen Wehrpflicht heute noch ertwas erreichen zu können. Gleichzeitig schaut man bei der AfD weg, als gäbe es dort keine Gefahr. Politisch betreibt man aktuell mit Abschiebungen genau das, was die AfD sich zum Ziel gesetzt hat.</p>
<p>Demokratie und Werte verteidigen ist eben nicht primär eine Frage von Rüstung, sondern von Überzeugungen, für die auch geworben werden muss. Und es muss auch immer wieder hinterfragt werden, was in einer Situation der richtige Weg ist. Ansonsten bereitet man hier lediglich den Weg für Ideologien, die die Demokratie gerne von Innen aushöhlen, um sie dann einem Totalitarismus zu unterwerfen. Und da gibt es eine seltsame Blindheit, die denkt, eine klassische Wehrpflicht oder Rüstung alleine würde uns davor bewahren. Vielleicht rührt diese auch daher, dass längst vergessen wurde, was das Wesentliche an einer Demokratie ist?</p>


</section>

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  <category>Demokratie</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-wehrpflicht/</guid>
  <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Yilmaz wird Kieler Oberbürgermeister</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-yilmaz-wird-ob/</link>
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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/12-yilmaz-wird-ob/images/clipboard-818889130.png" class="img-fluid">Das war eine Klatsche gegen SPD, CDU, SSW, Kieler Nachrichten und der Linkspartei. Beim ersten Wahlgang ging Derkowski noch mit knappen 3,6 Prozent als erster durchs Ziel. Die Kieler Nachrichten sahen das als klares Votum u.a. gegen die Stadtbahn.</p>
<p>Nach Auszählung aller Wahlkreise liegt Yilmaz mit <strong>54,1 Prozent</strong> vorne, Derkowski konnte lediglich 45,9 Prozent auf sich vereinen. Damit liegt Yilmaz <strong>mit 8,2 Prozent vorne</strong> und damit ist der Vorsprung mehr als doppelt so hoch wie im ersten Wahlgang. Und das obwohl neben den GRÜNEN lediglich Volt bei der Stichwahl für Yilmaz engagiert waren.</p>
<p>Diese Wahl wurde zu einem Referendum für oder gegen die Mobilitätswende und die Stadtbahn erhoben. Yilmaz musste dabei gegen Vorwürfe kämpfen, die zwischen den Zeilen aussagten, er sei Mitglied der Grauen Wölfe ankämpfen. Und trotz des Gegenwinds und auch der Popularität des NDR-Journalisten ist das Votum deutlicher, als man vermuten oder hoffen konnte.</p>
<p>Es spielten auch rassistische Untertöne eine Rolle. Mit Yilmaz gibt es nun den ersten Oberbürgermeister aus Gaarden in der Kieler Geschichte. In Gaarden hoffen daher viele, dass er seinen Stadtteil daher nicht vergessen und mehr tun wird als die Politik bisher.</p>
<p>Frau Schubert hat am Wahlabend noch einen möglichen Bürgerentscheid zur Stadtbahn in die Diskussion gebracht.</p>
<p><strong>Kristian Blasel</strong> von den <strong>Kieler Nachrichten</strong> sagte im Offenen Kanal Kiel, das Ergebnis wäre sehr knapp ( 8,2 Prozent). Im Gegensatz zum ersten Wahlgang, wo er bei Derkowski mit 3,6 Prozent von einem DEUTLICHEN VOTUM sprach. V.a. als gegen die Stadtbahn. Und Blasel meinte, jetzt müsse das Thema Stadtbahn erneut hinterfragt werden.</p>
<p>Ich hoffe sehr, dass wir uns diese erneute Warteschleife sparen. Und ich schlage vor, dass die Gegner:innen dann einfach endlich mal, wie alle anderen Bürger:innen versuchen Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammeln.</p>
<p>Seit Jahren scheitern FDP und CDU damit, die Mobilitätswende zu stoppen. Es ist ermüdend, dass das Thema immer wieder neu -) werden soll, wenn die Kieler:innen immer wieder bestätigen, dass sie es wollen. Ja, natürlich gibt es immer Fragen und Bedenken. Aber in einer Demokratie geht es eben auch um Mehrheiten. Und erneut war eine Mehrheit dafür den Kurs weiterzufahren anstatt rückwärts einzuparken.</p>
<p>Ich empfinde es persönlich auch erleichternd, dass man doch hoffen darf, dass Kiel irgendwann aus der Provinzialität ohne Schienensystem erwacht und das Desinformationskampagnen nicht verfangen haben.</p>



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  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-yilmaz-wird-ob/</guid>
  <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Ärzte in Schleswig-Holstein im Nationalsozialismus</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-ärzte-im-nationalsozialismus/</link>
  <description><![CDATA[ 

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<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/12-ärzte-im-nationalsozialismus/images/Ausstellung-Systemerkrankung_web.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Menschen besuchen eine Ausstellung mit Stellwänden"></p>
<figcaption>Die Ausstellung zeigt die Verstrickung der Ärzteschaft und ihrer Standesvertretungen in das NS-Regime.</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Aus der <a href="https://www.kvsh.de/presse/pressemitteilungen/ausstellung-systemerkrankung">Pressemitteilung der KVSH</a>:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>In den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) <em>in der Bismarckallee 1-6, 23795 Bad Segeberg (Anm. d.&nbsp;Red.)</em> ist bis zum 18. Dezember 2025 die Ausstellung „Systemerkrankung: Arzt und Patient im Nationalsozialismus“ zu sehen. Sie zeigt in eindrücklicher Weise durch multimedial aufbereitetes, bislang unveröffentlichtes Quellenmaterial, wie Ärztinnen und Ärzte und ihre Standesvertretung zu Verbrechen einer menschenverachtenden Ideologie und deren Umsetzung beigetragen haben.</p>
<p>Die Ausstellung, die vorgestern feierlich eröffnet worden ist, basiert auf einem mehrjährigen Forschungsprojekt im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und wurde vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin kuratiert. Zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung wies die Vorstandsvorsitzende der KVSH, Dr.&nbsp;Bettina Schultz, darauf hin, dass nicht zuletzt das ärztliche Gelöbnis der „Deklaration von Genf“ des Weltärztebundes „uns an die tiefe moralische Verantwortung erinnert, die mit unserem Berufsstand einhergeht. Diese Ausstellung macht deutlich, dass wir dieser moralischen Verantwortung im Dritten Reich nicht gerecht geworden sind.“ Diese Ausstellung zeige, weshalb Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus auch 80 Jahre nach dem Ende des Nazi-Regimes wichtig ist und bleibt. „Sie ist Mahnmal, Warnung und Erinnerung und zeigt uns: Nur weil das Regime gefallen ist, sind die Gedanken nicht verschwunden.“ Zu den Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigungen, den Ärztekammern und Berufsverbänden gehöre auch zu verdeutlichen, was auf dem Spiel steht, wenn in einem Berufsstand, der dem Menschen verpflichtet ist, die Menschlichkeit verloren geht.</p>
<p><strong>Einzigartige Dokumente lagen in einem verschlossenen Tresor</strong></p>
<p>Einen Blick hinter die Kulissen zur Entstehung der Ausstellung gab der Kurator Sjoma Liederwald. „Begonnen haben wir mit dem Umzug der KBV im Jahr 2014 von Köln nach Berlin.“ Damals habe man bei der Auflösung der Büros in Köln bei einer inzwischen verstorbenen „grauen Eminenz“ der damaligen KBV in einem Tresor – „zu dem niemand den Code kannte“ – eine Vielzahl historischer Dokumente, Protokolle, Listen und Notizen aus der NS-Zeit gefunden. Drei Jahre habe man benötigt, um alle Aktenordner zu sichten, zu sortieren und durchzugehen. Am Ende sei daraus das Forschungsprojekt der KBV entstanden. „Das Ergebnis zeigen wir hier“, so Liederwald, „und wollen damit vor allem in den Dialog gehen.“</p>
<p>Zum Abschluss richtete der Wissenschaftler und Medizinhistoriker Prof.&nbsp;Philipp Osten, Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, den Blick insbesondere auf die Ausgrenzung jüdischer Medizinerinnen und Mediziner. Er spannte den Bogen zurück in das 19. Jahrhundert und die Bedeutung auch dänischer Ärzte für die Entwicklung der Medizin in Schleswig-Holstein.</p>
<p><strong>Forschung jüdischer Ärzte war für Fortschritt der Medizin unverzichtbar</strong></p>
<p>Osten verdeutlichte, dass insbesondere jüdische Ärzte trotz struktureller Benachteiligungen bereits im 19. Jahrhundert, als das Gebiet nördlich Hamburgs noch zu Dänemark gehörte, zentrale Impulse für die moderne Kinder- und Jugendmedizin setzten. Sie übersetzten internationale Fachliteratur, entwickelten neue Hygienekonzepte und prägten kommunale Gesundheitsstrukturen – in einer Phase, in der Deutschland mit der höchsten Säuglingssterblichkeit Europas zu kämpfen hatte. „Ihre wissenschaftliche Arbeit war für den medizinischen Fortschritt unverzichtbar – und zugleich eng verknüpft mit gesellschaftlicher Verantwortung“, betonte Osten. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich dies abrupt.</p>
<p><strong>Späte Flucht aus persönlichen Gründen</strong></p>
<p>Zahlreiche jüdische Mediziner wurden aus ihren Ämtern gedrängt, entrechtet, zur Emigration gezwungen oder später deportiert und ermordet. Lediglich drei Mediziner in Schleswig-Holstein klassifizierten die amtlichen Dokumente der Nationalsozialisten in den Jahren zwischen 1933 bis 1937 noch als „Jude“.&nbsp; Dem Kinder- und Säuglingsarzt Dr.&nbsp;Otto Spiegel aus Kiel gelang 1937 noch die Flucht in die USA über die Niederlande und Südamerika. Dr.&nbsp;Carl Martin Steilberger, ebenfalls aus Kiel, emigrierte nach Dänemark, musste auch das Land in Richtung Schweden verlassen, als dort 1943 der Nazi-Terror einsetzte. Er und seine Frau ertranken auf der Flucht, nachdem sein in der Nacht unbeleuchtetes Boot gerammt worden war und sank. Es sind diese dokumentierten Biografien, die die Dimension der Verfolgung verdeutlichen. Dass einige erst sehr spät emigrierten, hatte dabei oft sehr persönliche, naheliegende Gründe – wie beispielsweise die Pflege der Eltern.</p>
<p><strong>Die Ausstellung ist bis zum 18. Dezember 2025 in Haus 6 der KVSH, Bismarckallee 1–6, Bad Segeberg, zu sehen. Für Schulklassen nach vorheriger Anmeldung unter presse@kvsh.de an den Wochentagen Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr, für die allgemeine Öffentlichkeit ohne Anmeldung zusätzlich an diesen Wochentagen von 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.</strong></p>
</blockquote>



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  <category>Pressemitteilung</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/12-ärzte-im-nationalsozialismus/</guid>
  <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Herausforderungen beim Wohnen in Gaarden – Ein Überblick</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-wohningaarden/</link>
  <description><![CDATA[ 

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<hr>
<br>





<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-wohningaarden/images/eli50.jpg" class="img-fluid" alt="Verbrannter Dachstuhl der Elisabethstraße 50 (November 2025)">In Kiel-Gaarden gibt es seit Jahren <strong>strukturelle Probleme</strong> im Wohnungsmarkt, die sich auf die Lebensqualität der Mieter:innen auswirken. Neben großen Wohnungsunternehmen wie Vonovia oder LEG werden auch <strong>kleinere Vermieter und Eigentümer</strong> immer wieder mit <strong>Mängeln in der Gebäudeverwaltung</strong> in Verbindung gebracht.</p>
<hr>
<section id="häufige-probleme-in-gaarden" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="häufige-probleme-in-gaarden">Häufige Probleme in Gaarden</h2>
<ul>
<li><strong>Bauliche Mängel:</strong> Defekte Heizungen, undichte Dächer, Schimmelbildung oder marode Balkone.</li>
<li><strong>Sicherheitsmängel:</strong> Fehlende Rauchmelder, defekte Haus- und Hoftüren.</li>
<li><strong>Hygienische Missstände:</strong> Überlaufender Müll, der nicht regelmäßig entsorgt wird.</li>
<li><strong>Unklare Mietverhältnisse:</strong> Häufige Mieterwechsel, Untervermietung oder gewerbliche Nutzung ohne ausreichende Instandhaltung.</li>
<li><strong>Überhöhte Mietpreise:</strong> Teilweise werden Mieten verlangt, die nicht im Verhältnis zum Zustand der Wohnungen stehen.</li>
</ul>
<p>Basierend auf <strong>eigenen Erfahrungen als Mieter</strong> und <strong>Berichten anderer Betroffener</strong> fallen zwei Namen besonders häufig:</p>
<section id="nadir-icer" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="nadir-icer"><strong>Nadir Icer</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Kaiserstraße 56 und Medusastraße 7</strong>: Überbelegung, Müllchaos</li>
<li><strong>Elisabethstraße 40</strong></li>
<li><strong>Kieler Straße 33</strong></li>
</ul>
</section>
<section id="gutsverwaltung-tramm-jan-van-bargen" class="level3">
<h3 class="anchored" data-anchor-id="gutsverwaltung-tramm-jan-van-bargen"><strong>Gutsverwaltung Tramm (Jan van Bargen)</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Elisabethstraße 50</strong>: Dachstuhlbrand November 2025</li>
<li><strong>Kaiserstraße 46</strong>: Tödlicher Brand 2025 – evtl. fehlende Rauchmelder?</li>
<li><strong>Kaiserstraße 54</strong>: Marode Bausubstanz</li>
</ul>
</section>
</section>
<section id="was-kann-man-tun" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="was-kann-man-tun">Was kann man tun?</h2>
<p>Mieter:innen in Gaarden sollten sich <strong>nicht einschüchtern lassen</strong> und ihre Rechte wahrnehmen:</p>
<ol type="1">
<li><strong>Mängel schriftlich anzeigen</strong> (per Einschreiben).</li>
<li><strong>Mietminderung</strong> bei schwerwiegenden Mängeln prüfen.</li>
<li><strong>Unterstützung holen</strong>:</li>
</ol>
<ul>
<li><a href="https://www.mieterverein-kiel.de">Mieterverein Kiel</a></li>
<li><a href="https://www.verbraucherzentrale.sh">Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein</a></li>
<li><a href="https://www.kiel.de">Stadt Kiel – Amt für Wohnen</a></li>
</ul>
</section>
<section id="warum-ich-das-öffentlich-mache" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="warum-ich-das-öffentlich-mache">Warum ich das öffentlich mache</h2>
<p>Vermieter, die <strong>systematisch gegen Mietrecht verstoßen</strong>, müssen benannt werden. Dieser Artikel soll <strong>Betroffenen eine Stimme geben</strong> und auf die <strong>strukturellen Missstände</strong> in Gaarden aufmerksam machen. Dieser Artikel beschreibt <strong>allgemeine Probleme</strong> im Kieler Stadtteil Gaarden. Die Nennung von Adressen und Eigentümern basiert auf <strong>öffentlich einsehbaren Daten</strong> und dient der <strong>transparenten Information</strong>.</p>
<p>Ich sammle Hinweise zu diesen und anderen Vermietern von betroffenen Mietern (gewerblich und privat) Schreibt mir bitte an redaktion@kielkontrovers.com</p>
</section>
<section id="section" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="section"></h2>


</section>

<a onclick="window.scrollTo(0, 0); return false;" id="quarto-back-to-top"><i class="bi bi-arrow-up"></i> Zurück nach oben</a><div id="quarto-appendix" class="default"><section class="quarto-appendix-contents" id="quarto-reuse"><h2 class="anchored quarto-appendix-heading">Wiederverwendung</h2><div class="quarto-appendix-contents"><div><a rel="license" href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">CC BY 4.0</a></div></div></section></div> ]]></description>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-wohningaarden/</guid>
  <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Die SPD Kiel und ihr Rassismusproblem</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-spdkiel-rassismus/</link>
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<hr>
<br>





<p>Nach fast 800 Jahren Kieler Geschichte, steht kurz davor, dass Kiel einen Oberbürgermeister wählen könnte mit Migrationsgeschichte. Und auch ein erster Grüner OB und erster Gaardener in der Kieler Geschichte. nd nach vielen Jahrzehnten, in denen seit Norbert Gansel der erste frei gewählte OB wurde, wäre es eben kein SPD oder CDU-OB.</p>
<p>Ausgerechnet nun tut sich die SPD schwer einen Kandidaten zu unterstützen. Die Kieler Nachrichten <a href="https://archive.ph/2G2Vo">zitiert</a>:</p>
<p>Enrico Toka:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>„Dieses Wahlergebnis ist ein Einschnitt … Wir haben lange Verantwortung getragen, aber politisch weiter Unterstützung verloren. Eine automatische Wahlempfehlung war daher für uns der falsche Weg.“</p>
</blockquote>
<p>Nesimi Temel:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>„Niemand hält Samet Yilmaz für einen Grauen Wolf, aber für viele in der SPD ist der Fall noch nicht ausreichend aufgearbeitet.“</p>
</blockquote>
<p>Eins ist klar: Nur bei einem Kandidaten mit Migrationsgeschichte werden solche Argumente aufgefahren. Beim Kandidaten Ulf Daude wurde kräftig weggeschaut bei seinen zahlreichen Äußerungen, die man auch als rassistisch deuten kann „Echt nordisch“,… usw. .</p>
<p>Und zwischen den Zeilen:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>„Aber hey, hier ist es ja ganz praktisch, wenn wir eh einen Grund suchen, warum wir einen Kandidaten der GRÜNEN nicht supporten wollen? Also so: Nein, natürlich ist Samet kein Nazi. Wobei: Wissen wir das wirklich?“</p>
</blockquote>
<p>Die SPD ist bereit lieber den CDU-Kandidaten zu unterstützen und das Projekt Stadtbahn aufzugeben, als diesen grünen Kandidaten zu unterstützen. Das ist fast die perfekte Definition von Rassimus: Es geht nicht um Argumente. Alle wissen, dass die sog. Vorwürfe absurd sind. Aber es passt so schön Yilmaz ein Bein zu stellen. Und vielleicht reicht es ja dann nächstes mal mit einem nordischen Kandidaten?</p>



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  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-spdkiel-rassismus/</guid>
  <pubDate>Tue, 25 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>Chaos in der Kieler SPD</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-spd-im-chaos/</link>
  <description><![CDATA[ 

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<script>


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</script>
<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-spd-im-chaos/images/daude.jpg" class="img-fluid figure-img"></p>
<figcaption>ULF DAUDE Plakat 2025</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Man hätte denken können, dass nach dem Ausscheiden von Daude (SPD) als Drittplatzierter nun alles klar ist: Daude und die SPD würden natürlich ihren Kooperationspartner unterstützen, also die GRÜNEN und Yilmaz. Und das eigentlich die Stichwahl um den Wettkampf zwischen Derkowski (CDU/FDP) auf der einen und Yilmaz auf der anderen Seite gehen würde.</p>
<p>Doch weit gefehlt, zunächst war weder am Wahlabend noch am Folgetag ein klares Bekenntnis von der SPD oder Daude zu hören. Stattdessen zwischen den Zeilen viel Kritik zur Politik der SPD, Ulf Kämpfer und der Kooperation aus den Reihen der SPD. Zumindest einige Köpfe wollen nun wohl eine 180-Grad-Umkehr und vieles umkehren, was die letzten Jahre unter Kämpfer die SPD geprägt hat.</p>
<p>Bisheriger Höhepunkt: Ex-OB Norbert Gansel (und bekannter Gegener von Straßenbahn und Stadtbahn) meldet sich in der Kieler Nachrichten zu Wort. Dabei wurden sogar zwei fast inhaltsgleiche Artikel von der KN online gestellt:</p>
<ol type="1">
<li><p>Artikel (22.11. 5 Uhr) <strong>Wahlen in Kiel: Darum macht sich Ex-OB Norbert Gansel für Gerrit Derkowski stark (öffentlich lesbar)</strong></p></li>
<li><p>(22.11. 5 Uhr) <strong>Oberbürgermeister-Wahl in Kiel: Warum Ex-OB Norbert Gansel sein Schweigen bricht (hinter Bezahlschranke)</strong></p></li>
</ol>
<table class="caption-top table">
<colgroup>
<col style="width: 33%">
<col style="width: 33%">
<col style="width: 33%">
</colgroup>
<thead>
<tr class="header">
<th>Aspekt</th>
<th>1. Artikel</th>
<th>2. Artikel</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr class="odd">
<td><strong><em>Titel</em></strong></td>
<td>“Wahlen in Kiel: Darum macht sich Ex-OB Norbert Gansel für Gerrit Derkowski stark”</td>
<td>“Oberbürgermeister-Wahl in Kiel: Warum Ex-OB Norbert Gansel sein Schweigen bricht”</td>
</tr>
<tr class="even">
<td><strong><em>Hauptaussage</em></strong></td>
<td>Gansel unterstützt Derkowski, fordert Bürgerentscheide, kritisiert Bürokratie.</td>
<td>Gansel bricht Schweigen, fordert klare Prioritäten, kündigt “überraschende Wahlempfehlung” an.</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td><strong><em>Zitate von Gansel</em></strong></td>
<td>Direktes Zitat: “Moderator mit Lebenserfahrung, keine Bürokraten”.</td>
<td>Kein direktes Zitat im sichtbaren Teil, aber ähnliche Forderung nach Prioritäten.</td>
</tr>
<tr class="even">
<td><strong><em>Kandidaten</em></strong></td>
<td>Explizite Unterstützung für Derkowski (CDU/FDP), SPD hadert mit Empfehlung für Yilmaz (Grüne).</td>
<td>Nur allgemeine Forderung an Kandidaten, keine explizite Nennung.</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td><strong><em>Bürgerbeteiligung</em></strong></td>
<td>Fordert Bürgerentscheid zu Stadtbahn und Olympia-Bewerbung.</td>
<td>Nicht explizit erwähnt (kostenpflichtiger Artikel).</td>
</tr>
<tr class="even">
<td><strong><em>SPD-Interne Themen</em></strong></td>
<td>Gansel spricht auf SPD-Veranstaltung über “innere Situation der SPD”.</td>
<td>Nicht erwähnt.</td>
</tr>
<tr class="odd">
<td><strong><em>Zugänglichkeit</em></strong></td>
<td>Vollständig lesbar.</td>
<td>Kostenpflichtig, nur Teaser sichtbar.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Eine Entscheidung soll erst am 25.11.25 entscheiden. Zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang und fünf Tage, nachdem die Sofortwahl wieder möglich war.</p>
<p>Auffällig ist, dass die Führungsfigur Ulf Daude ein Totalausfall in dieser Frage ist. Als Verlierer der Wahl hätte er jetzt eine Empfehlung geben können. Und natürlich muss so was vorher klar sein.</p>
<section id="eine-prognose-die-keine-ist" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="eine-prognose-die-keine-ist">Eine Prognose, die keine ist</h2>
<p>In der Kieler Nachrichten wurde am 24. November 2025 als Prognose angekündigt:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>Der erste Wahlgang war bereits extrem spannend - zumindest im Kampf um Platz zwei. Und auch für die Stichwahl zwischen Gerrit Derkowski (parteilos für CDU und FDP) und Samet Yilmaz (Grüne) erwartet Prof.&nbsp;Christian Martin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. <strong>„Es wird sehr knapp“, sagt der geschäftsführende Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften und zusammen mit Prof.&nbsp;Wilhelm Knelangen</strong> Gründungsdirektor der neuen Forschungsstelle Landes- und Kommunalpolitik.</p>
</blockquote>
<p>Nehmen wir dazu den <a href="https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/gerrit-derkowski-gewinnt-ob-wahl-2025-in-kiel-drei-gr%C3%BCnde-f%C3%BCr-das-klare-votum/ar-AA1Qy0qQ">Kommentar der KN, der den Vorsprung von Derkowski von 3,9 % vor Yilmaz als klares Votum wertete</a>. Rein rechnerisch, wenn man mal nur AfD und CDU zusammenzieht auf der einen Seite und GRÜNE und SPD käme man auf 34,5 % zu 48,1 %. Der SSW will ja, wie Derkowski einen Stadtbahn-Bürger:innenentscheid. Und bei der LINKEN kann es sein, dass viele der Thoroe-Wähler:innen zuhause bleiben.</p>
<p>Die SPD in Kiel-Suchsdorf hat dagegen bereits eine Empfehlung für Yilmaz ausgesprochen.</p>
<p>Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und tippe mal auf Yilmaz 55% und Derkowski 43%. Aber wenn natürlich bei der SPD und der LINKEN nur 50% für Yilmaz stimmen, hat er nur 45% nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs gemessen. Und Derkowski bei 50% von der SPD und 5 % von der AfD 43%.</p>
<p>Nach dem Maßstab der Kieler Nachrichten muss, aber jeder Vorsprung mit über 5 Prozent dann als Erdrutschsieg gelten. Meine KI sagt „sehr knapp“ bei Wahlen würde man bei unter 1 Prozent sehen. Mal sehen wer eher Recht hat: Der Kieler Blogger oder der Professor? 😉</p>


</section>

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  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-spd-im-chaos/</guid>
  <pubDate>Sat, 22 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>OB-Wahl Kiel: Vor dem zweiten Wahlgang</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-nach-erstem-wahlgang/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

<script>


  fetch('https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=54.3213&longitude=10.1349&current=temperature_2m&timezone=Europe/Berlin')
    .then(response => response.json())
    .then(data => {
      const temperatur = data.current.temperature_2m;
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        `🌡 Aktuelle Temperatur in Kiel: ${temperatur}°C`;
    })
    .catch(error => {
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
      console.error('Fehler:', error);
    });
</script>
<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://kielkontrovers.com/wahlen/ob/2025/"><img src="https://kielkontrovers.com/wahlen/ob/2025/Ergebnisse-1.png" class="img-fluid figure-img" alt="Wahlergebnis 1. Wahlgang OB Wahl Kiel"></a></p>
<figcaption>Wahlergebnis 1. Wahlgang OB Wahl Kiel</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Der erste Wahlgang zur Oberbürgermeister:innen-Wahl in Kiel ist vorbei und die Ergebnisse liegen vor: Die Top 3:</p>
<ol type="1">
<li><p>Gerrit Derkowski mit 28,7%</p></li>
<li><p>Samet Yilmaz mit 24,8 %</p></li>
<li><p>Ulf Daude mit 23,3 %</p></li>
</ol>
<p>Natürlich geht jetzt das große Interpretieren los: Was ist passiert und was bedeutet das alles?</p>
<section id="derkowski-und-cdu-liegen-vorne" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="derkowski-und-cdu-liegen-vorne">Derkowski und CDU liegen vorne</h2>
<p>Vergleichen wir zunächst die Wahlergebnisse mit der Kommunalwahl 2023. Da hatten CDU und FDP zusammen:</p>
<ul>
<li>22,9 (CDU)+4,5 (FDP) = 27,4 % (oder auch 24.092 Stimmen).</li>
</ul>
<p>Dieses mal: 28,7% (oder auch 26.649). Damit hat also das FDP/CDU-Lager 1,3 Prozent mehr Stimmen (absolut: 2.557) als das letzte mal. Nun gibt es schon einige, auch bei der SPD, die das vorschnell als großen Erfolg einer Anti-Stadtbahn-Kampagne ansehen und auch von einem „klaren Votum“ (<a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/kommentar-zur-ob-wahl-in-kiel-auch-ein-votum-gegen-die-stadtbahn-J7IPFONBXZH2PFYQWD3I5IGMC4.htmlhttps://www.kn-online.de/lokales/kiel/kommentar-zur-ob-wahl-in-kiel-auch-ein-votum-gegen-die-stadtbahn-J7IPFONBXZH2PFYQWD3I5IGMC4.html">Betzholz, Kieler Nachrichten am 16.11.</a>) sprechen:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://www.kn-online.de/lokales/kiel/kommentar-zur-ob-wahl-in-kiel-auch-ein-votum-gegen-die-stadtbahn-J7IPFONBXZH2PFYQWD3I5IGMC4.html"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-nach-erstem-wahlgang/images/clipboard-3822685510.png" class="img-fluid figure-img" alt="Gerrit Derkowski holt die meisten Stimmen: Drei Gründe für das klare Votum Gerrit Derkowski feiert im Kieler Rathaus mit seinen Parteifreunden. Er kandidiert als Oberbürgermeister auf Vorschlag von CDU und FDP. Gerrit Derkowski feiert im Kieler Rathaus mit seinen Parteifreunden. Er kandidiert als Oberbürgermeister auf Vorschlag von CDU und FDP. Quelle: Axel Heimken  Ein Dreikampf bei der Oberbürgermeisterwahl in Kiel war erwartet worden. Doch am Ende wurde es ein Nervenkrimi um Platz zwei. Weit vorn: Gerrit Derkowski für CDU und FDP. Das klare Ergebnis kam auch wegen seiner Positionierung gegen die Stadtbahn zustande, meint Lokalchef Dennis Betzholz."></a></p>
<figcaption>Kommentar zum Ausgang am Wahlabend von der Kieler Nachrichten</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Ich denke das Ergebnis ist insofern klar ein Erfolg für die CDU, denn ihr Kandidat lief als erster durchs Ziel. Und das trotz eines eher wenig überzeugenden Wahlkampfes.</p>
<p>Man sollte aber auch nicht plötzlich vergessen, was Derkowski von allen anderen Kandidat:innen unterscheidet: Seit 1990 kennen die Schleswig-Holsteiner:innen seine Stimme bereits aus dem Hörfunk (RSH). Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie moderierte Gerrit Derkowski jährlich die Eröffnungs-Zeremonie zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kieler_Woche" title="Kieler Woche">Kieler Woche</a> auf dem Kieler Rathausplatz, zuletzt das 125. Jubiläum der Kieler Woche am 22. Juni 2019 (Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerrit_Derkowski">Wikipedia</a>).</p>
<p>Und nicht zuletzt war er jahrzehntelang fast jeden Tag ein vertrautes Gesicht, was direkt in die Wohnzimmer auch vieler Kieler:innen übertragen wurde im Schleswig-Holstein-Magazin. Eine Sendung, die sehr beliebt ist. Dieses Vertrauen konnte er dann auch mit seinem Seitenwechsel für sich nutzen. Was per se auch schon bedenklich ist.</p>
<p>Aber es ist schon erstaunlich, dass dieser simple Fakt in der Berichterstattung kaum Beachtung (oder Kritik) findet. Die Leute vertrauen solchen Leuten, gerade Nachrichtensprecher:innen, weil sie vorgeblich die Wahrheit sagen und den Leuten die Welt erklären. Auch wenn sie das meiste nur vom Teleprompter ablesen.</p>
</section>
<section id="ergebnisse-von-grünen-und-spd" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="ergebnisse-von-grünen-und-spd">Ergebnisse von GRÜNEN und SPD</h2>
<p>Mir war dann gestern beim Vergleich der Grafik dann noch mal aufgefallen, dass Daude (SPD) wirklich keinen der Wahlkreise gewinnen konnte:</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://norden.social/@kielkontrovers/115561397696412064"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-nach-erstem-wahlgang/images/clipboard-337967237.png" class="img-fluid figure-img" alt="Mein Toot von Mastodon vom Wahlabend"></a></p>
<figcaption>Vergleich Kommunalwahl (rechts) und OB-Wahl (links)</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Wie sieht es mit den Zahlen von SPD und GRÜNEN getrennt und zusammen im Vergleich zur Kommunalwahl 2023 aus:</p>
<ul>
<li><p>2023: 27,1 (GRÜNE) + 22,0 (SPD) = 49,1 % (oder auch 43.095)</p></li>
<li><p>2025: 24,8 (GRÜNE) + 23,3 (SPD) = 48,8% (oder auch 44.620)</p></li>
</ul>
<p>GRÜNE und SPD zusammen haben also 1.520 Stimmen dazugewonnen, aber gleichzeitig 0,3 Prozentpunkte weniger erreicht.</p>
</section>
<section id="die-anderen-parteienkandidatinnen" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-anderen-parteienkandidatinnen">Die Anderen Parteien/Kandidat:innen</h2>
<p>Auffällig die Stärke der LINKEN, die von 4,9 % (2023) auf 8,1% anstieg (3.234 mehr Stimmen!) mit einer relativ populistischen Kampagne von Thoroe, der günstigere Mieten, Heizkosten und vieles anderes versprach.</p>
<p>Auch Volt und Viola Ketelsen waren mit 4,1 % relativ stark. Der SSW schwächelte mit seinem Kandidaten Marcel Schmidt.</p>
</section>
<section id="ein-votum-gegen-die-stadtbahn" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="ein-votum-gegen-die-stadtbahn">Ein Votum gegen die Stadtbahn?</h2>
<p>Rund ein Viertel der Kieler:innen haben sich für einen Kandidaten ausgesprochen, der zwar stets betont hat, dass er nichts grundsätzlich gegen einer Stadtbahn hat, aber dennoch hautpsächlich dagegen plakatierte.</p>
<p>Wie lief es bei der letzten Oberbürgermeister:innen-Wahl?</p>
<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><a href="https://kielkontrovers.com/wahlen/ob/2019/Statistischer_Bericht_Nr._268_-_Die_Oberbuergermeisterwahl_2019_in_Kiel_-_amtliches_Endergebnis.pdf"><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-nach-erstem-wahlgang/images/clipboard-455293934.png" class="img-fluid figure-img" alt="Amtliches Ergebnis OB-Wahl 2019"></a></p>
<figcaption>Amtliches Ergebnis OB-Wahl 2019</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Kämpfer erhielt damals bereits im ersten Wahlgang (und mit einer Positionierung Pro Stadtbahn) 65,8 Prozent. Übrigens sieht man da sogar dass Thoroe/LINKE 2019 sogar stärker waren als dieses Jahr!</p>
<p>So sieht ein KLARES VOTUM aus: Nicht 27,8 % sondern doch mindestens 50%. Wenn die Kandidaten in eine Stichwahl müssen, kann man kaum von einem klaren Votum sprechen. Die Mehrheit hat Kandidat:innen gewählt, die sich mehr oder weniger stark für die Stadtbahn aussprechen.</p>
<p>Vielleicht kann man sagen, dass in Kiel eben eine Minderheit, also ungefähr jeder Vierte nicht von der Stadtbahn überzeugt ist. 33 Prozent der Kieler:innen gaben 2025 an, dass das Auto ihr bevorzugtes Verkehrsmittel ist. Anfang der 2000er waren das noch über 40 Prozent.</p>
<p>Die Kieler Nachrichten hat Derkowski aber quasi bereits zum Sieger der Stichwahl erklärt und dafür auch bereits mit der Stadtbahn eine einzige Begründung geliefert.</p>
<p>Wahrscheinlicher erscheint mir bei näherer Betrachtung der Zahlen, dass die SPD eher verloren hat, weil sie Themen nicht mehr glaubhaft vertritt, die nun die LINKE angesprochen hat. Das ist ja auch ein wenig Bundestrend - eine neue Stärke der LINKEN, lustigerweise ja ausgelöst durch die Abspaltung des BSW, das zunehmend an Bedeutung verliert. Ich sehe das Wahlergebnisse daher mehr als kleinen Denkzettel für die SPD, die sozialen Themen, vor allem das Thema Wohnen ernster zu nehmen.</p>
<p>Die Kieler:innen wählen ansonsten seit vielen Jahrzehnten Parteien und Kandidaten, die sich für Stadtregionalbahn oder Stadtbahn aussprechen. Es wäre m.E ein grober Interpretationsfehler, wenn man meinen würde, hier wäre eine 180-Grad-Wende angebracht.</p>
<p>Die Leute sehen auch, wo hart gespart wurde und das trotzdem eine Olympiabewerbung angestrebt wird mit dem ganzen Schulden-Risiko. Viele Leute kommen sich da verarscht vor. Und der Kandidat Daude konnte das auch nicht erklären.</p>
</section>
<section id="wie-geht-es-weiter" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="wie-geht-es-weiter">Wie geht es weiter?</h2>
<p>Die SPD will noch überlegen, wen sie im zweiten Wahlgang unterstützt. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn sie jetzt auf Derkowski umschwenken würden. Das wäre vermutlich auch das Ende der Kooperation und würde noch mehr Fragen aufwerfen. Und auch die Frage, wie die Wähler:innen dazu stehen. Generell haben die GRÜNEN ja die SPD bei fast jeder OB-Wahl unterstützt. Das wäre schon ein Ding, wenn sie dieses mal im Gegenzug den Gefallen nicht erwidern.</p>
<p>Insgesamt war das kein politisches Erdbeben. Den Derkowski-Effekt wird es bei der nächsten Kommunalwahl 2028 nicht geben. Und dann wird sich zeigen, was von dem Höhenflug übrig bleibt. Bzw. wird interessant sein, wie viel Prozent Yilmaz am 7. Dezember holen kann. Ich gehe mal davon aus, dass es mehr als 50% werden wird. Aber 65% halte ich für ausgeschlossen. Ich denke 60% wären möglich und sollten auch ein klares Votum sein.</p>


</section>

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  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-ob-nach-erstem-wahlgang/</guid>
  <pubDate>Sun, 16 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
</item>
<item>
  <title>OB-Wahl Kiel 2025 Abschluss</title>
  <link>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-obwahl-abschluss/</link>
  <description><![CDATA[ 

<div id="temperatur">Lädt Wetterdaten...</div>

<script>


  fetch('https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=54.3213&longitude=10.1349&current=temperature_2m&timezone=Europe/Berlin')
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      const temperatur = data.current.temperature_2m;
      document.getElementById('temperatur').innerText =
        `🌡 Aktuelle Temperatur in Kiel: ${temperatur}°C`;
    })
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      document.getElementById('temperatur').innerText =
        'Wetterdaten konnten nicht geladen werden.';
      console.error('Fehler:', error);
    });
</script>
<hr>
<br>





<div class="quarto-figure quarto-figure-center">
<figure class="figure">
<p><img src="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-obwahl-abschluss/images/251012_plakate.jpg" class="img-fluid figure-img" alt="Wahlplakate 11/2025 an Laternenmast übereinander am Sophienhof"></p>
<figcaption>A lot of Wahlplakate (Foto: Thilo Pfennig, Lizenz: gemeinfrei)</figcaption>
</figure>
</div>
<p>Die Oberbürgermeister:innen Wahl wird am Sonntag ihren zweiten Akt abschliessen. Nach dem Wahlkampf der erste Wahlgang. Es erscheint überaus unwahrscheinlich, dass damit bereits eine endgültige Entscheidung gefällt wird.</p>
<p>Das liegt sicher an der Vielzahl an Kandidat:innen. Zum anderen daran, dass keine:r der Kandidat:innen wirklich im Wahlkampf überzeugen konnte. Es ist eher so, dass manche Kandidat:innen sich eher nicht empfohlen haben.</p>
<section id="die-afd-darf-antreten" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="die-afd-darf-antreten">Die AfD darf antreten</h2>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ob-wahl-in-ludwigshafen-paul-nicht-zugelassen-verfassungsgerichte">Anders als in Ludwigshafen</a>, hat Kiel entschieden einen Kandidaten einer demokratiefeindlichen Partei zuzulassen. Warum ist für mich nicht nachvollziehbar. Und es war in Kiel nie wirklich Thema. Der Kandidat hatte schon vorher für Aufregung gesorgt, da er als Tauchlehrer an der Uni tätig ist und Menschen (auch mit Migrationsgeschichte) ihr Leben ihm anvertrauen sollen - ein unhaltbarer Zustand bei jemandem, der in einer so menschenverachtenden Partei eine Führungsrolle einnimmt. Offenbar sieht man das aber bei der Stadt Kiel sehr entspannt.</p>
</section>
<section id="und-noch-mal-afd" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="und-noch-mal-afd">Und noch mal AfD</h2>
<p>Am 6. November gab es dann eine Abstimmung im Bauausschuss zur <a href="https://kielkontrovers.com/posts/25/11-esmarchstrasse/">Umgestaltung der Esmarchstraße</a>. Hier wollte die SPD den bisherigen Beschluss beibehalten, der gefunden wurde, bevor es ein Dialogforum gab (Siehe extra Artikel). Die LINKE/Die Partei und die GRÜNEN wollten dazu Änderungen. Die AfD schlug sich dann zufällig auf Seite der GRÜNEN und nicht auf die von CDU und SPD. Wodurch der GRÜNEN-Antrag mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen wurde. Das hielt aber weder die CDU noch die SPD davon ab, dem rechtsradikalen und AfD-nahen Sender WELT-TV Interviews zu geben:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/vm96zEpehQo?si=FwFRs6v1d-WrNs84" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<p>WELT TV arbeitet schon länger daran, die Brandmauer zu kippen. Unter andrem lud man auch den Anwalt der AfD Joachim Steinhöfel als “Experten” zur Bürgermeisterwahl von Ludwigshafen ein:</p>
<div class="quarto-video ratio ratio-16x9"><iframe data-external="1" src="https://www.youtube.com/embed/225Q2CrHkd4" title="" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe></div>
<blockquote class="blockquote">
<p>Im Sommer 2020 vertrat Steinhöfel den Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) vor dem Berliner Landgericht gegen Andreas Kalbitz, der gegen die Annullierung seiner Parteimitgliedschaft geklagt hatte.</p>
</blockquote>
<p>(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Steinh%C3%B6fel">Wikipedia</a>)</p>
<p>Carsten Rockstein regte sich besonders stark auf, weil hier ja die Brandmauer eingerissen wurde. Seltsamer weise ist er aber Mitglied der bundesweiten CDU, die bewusst und mit Vorankündigung <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Votum-mit-AfD-Viel-Kritik-aus-Schleswig-Holstein-fuer-Merz-und-Demos-in-Kiel-und-Luebeck,migration322.html">gemeinsam mit der AfD im Bundestag abgestimmt hatte</a>.</p>
</section>
<section id="und-graue-wölfe" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="und-graue-wölfe">Und Graue Wölfe</h2>
<p>Und dann gab es noch den Fall, dass der Kandidat der Grünen eine Anfrage eines Volksfestes an die Verwaltung weitergab, die gerne einen Tag später abbauen wollten. Man kann sich jetzt darüber unterhalten, ob man überhaupt Anfragen weiterleiten sollte, weil damit ja auch manchmal Datenschutzprobleme verbunden sind.</p>
<p>Es wurde darauf verwiesen, dass das Fest im <a href="https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/IV/Service/Broschueren/Broschueren_IV/Verfassungsschutz/Verfassungsschutzbericht_2024.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Verfassungsschutzbericht 2024</a> des Landes auftauchte:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>2.2 Aktivitäten der Ülkücü-Bewegung Für die in Vereinen organisierte Ülkücü-Szene ist ein aktives Vereinsleben von zentraler Bedeutung. Gemeinsame und öffentliche Aktivitäten dienen dazu, die Mitglieder auch weiterhin an den Verein zu binden und attraktiv für potenzielle neue Mitglieder zu wir- ken. Öffentliche Veranstaltungen sind für die Vereine unter anderem notwendig, um Spendengelder zu generieren. <strong>Ein für den in Kiel ansässigen Verein jährlich stattfinden- des Ereignis ist beispielsweise der „Türkische Tag“, welcher auch im Berichtsjahr wieder im Kieler Werftpark ausgerichtet wurde.</strong> Hierbei handelt es sich um ein großes, allgemein wahrnehmbares Fest mit kulturellen und politischen Darbietungen. <strong>Aufgrund der öffentlichen Wahrnehmbarkeit nehmen immer wieder Personen teil, welche nicht zur klassischen Ülkücü-Klientel gehören. Als Gäste waren Vertreter von anderen Ülkücü-Vereinen sowie die Türkische Generalkonsulin aus Hamburg vor Ort</strong></p>
</blockquote>
<p>Viele in Gaarden kennen das Fest. Und aus meiner Wahrnehmung nach 25 Jahren in Gaarden gibt es nicht diese klare Abgrenzung in der türkischen Community, bzw. waren vermutlich schon etliche Kieler Politiker:innen dort Gäste und ich kenne auch Fälle von türkischen Anarchist:innen, die sich genötigt fühlten da aufzutauchen. Und die Hälfte der Dönerläden und viele Moscheen in Gaarden werden mit den Grauen Wölfen in Zusammenhang gebracht. Und Linksradikale und Rechte benutzen in Gaarden auch die gleichen Kneipen/Cafes . Die Grenzen sind in der Community ganz offensichtlich fließender. Ohne dass ich da jetzt einen tieferen Einblick hätte.</p>
<p>Außerdem ist es in Gaarden so, dass jede:r wegen Allem die Ratsleute anspricht, de er/sie kennt. Also natürlich sprechen Leute aus der türkischen Comunity “ihren” Ratsherren an, damit der was für sie macht. Aber nicht nur die. Und zum Teil werden ja auch die, die schon in Rente sind oder ihre Ämter abgegeben hat noch angesprochen.</p>
<p>Also meine Einschätzung, als jemand, der ein bisschen was mitbekommen hat, wie Gaarden funktioniert, würde sagen das ist alles ziemlich hochgekocht aus parteipolitischem Interesse.</p>
<p>Ebenso wie die Nummer mit dem Bauantrag. Ich frage mich da natürlich auch, warum das Fest genehmigt wurde, wenn es ganz klar illegal war und wie Ulf Kämpfer als Verwaltungschef dazu steht, da er für die Genehmigung und Durchführung seit vielen Jahren verantwortlich ist? Aber offenbar scheint die Genehmigung und Durchführung ja völlig okay zu sein, nur die Weiterleitung einer Einzelanfrage sei problematisch?</p>
</section>
<section id="olympia-fehlanzeige" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="olympia-fehlanzeige">Olympia? Fehlanzeige!</h2>
<p>Zur Bewerbung der Olympischen Sommerspiele hat sich kein:e der Kandidat:innen deutlich geäußert. Der einzige Kandidat, der an sich dagegen ist, ist Björn Thoroe, hat es ansonsten aber auch nicht plakatiert oder als Top-Priorität gesehen. Dabei hängt da so viel dran. <a href="https://www.spiegel.de/sport/olympia/olympia-bewerbung-warum-die-buergermeisterin-von-rostock-von-der-partei-die-linke-dafuer-ist-a-88122db2-80d8-45c7-b096-d5bbbc5452d4">Die LINKE Rostock setzt sich für eine Bewerbung ihrer Stadt ein</a>. Weil sie da auch mit regiert. Insofern ist mein Vertrauen auch in der LINKE in Kiel gering, dass sie tatsächlich gegen Olympia kämpfen wird, da sie die große Chance zur OB-Wahl vorbeiziehen lässt und warum sollten sie nicht auch anders denken, wenn sie erst mal mitregieren?</p>
<p>Für mich ist Olympia DAS Top-Thema, weil sich daran so viel festmachen lässt an Prioritäten in einer Stadt. Viele andere Themen werden entweder von vielen Parteien/Kandidat:innen ähnlich angegangen oder sind komplexer. Es gibt ja oft mehrere Varianten, die man wählen kann. Oder verschiedene mögliche Perspektiven. Zu Olympia kann es m.E. aber keine zwei Meinungen geben: Es wird Kiel in eine tiefere Schuldenkrise stürzen.</p>
</section>
<section id="öpnv-und-stadtbahn" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="öpnv-und-stadtbahn">ÖPNV und Stadtbahn</h2>
<p>Hier kann es verschiedene Perspektiven geben. Da ich aber in den letzten Wochen häufiger den Bus in Kiel fahren musste, kam ich zur Überzeugung, dass die aktuelle Situation des ÖPNV in Kiel eigentlich als einziges Argument ausreicht:</p>
<ul>
<li>Wer zu bestimmten Uhrzeiten Bus fährt oder Bus fahren muss. Gerade auch wenn keine Schulferien sind, wird feststellen, dass es da zB in der Linie 11 oft gar kein Rein oder Raus mehr gibt.Das bedeutet alle mit Behinderung, Senior:innen, Kinder und Kinderwägen können dann ggf. den Bus <strong>GAR NICHT</strong> oder nur <strong>SEHR EINGESCHRÄNKT</strong> nutzen.</li>
</ul>
<p>Du kriegst diese Situation mit Bussen nicht gelöst, weil deren Gefäße viel zu klein sind. Eine Stadtbahn kann ein Vielfaches an Fahrgästen aufnehmen und das System Stadtbahn ist auch erweiterbar. Wir haben das System Bis mehr als ausgereizt. Es ist eigentlich schon lange ein unhaltbarer Zustand. Ich bringe da gerne das Beispiel von dem Stadt der GRÜNEN im Oktober noch mitten im Aufbau auf dem Vinetaplatz, wo eine ältere Dame anhielt und nach der OB-Wahl fragte. Im weiteren Verlauf ging es irgendwann auch um die Stadtbahn und sie war mehr als skeptisch, ob Kiel das braucht.</p>
<p>Ich frage:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>»Und wie kommen Sie mit der Situation in den Bussen zurecht?«</p>
</blockquote>
<p>Ihre Antwort:</p>
<blockquote class="blockquote">
<p>»Ich fahre kein Bus«</p>
</blockquote>
<p>Keine weiteren Fragen, euer Ehren! Das ist im Grunde auch der Kern der Debatte, wie auch andere Menschen in Kiel, denke ich: Wer in Kiel (regelmäßig und trotz allem) Bus fährt, der weiß, warum er:sie für die Stadtbahn ist. Wer hauptsächlich Auto oder NIE oder SEHR SELTEN Bus fährt hat keine Ahnung, wie es in Kiel aussieht. Ist Gerrit Derkowski schon ein mal Bus gefahren in Kiel?</p>
</section>
<section id="wen-wählen" class="level2">
<h2 class="anchored" data-anchor-id="wen-wählen">Wen wählen?</h2>
<p>Manche Kandidat:innen haben nie auf meine Anfragen geantwortet, manche habe ich auch nie angeschrieben. Ich kann hier keine Empfehlung geben, da es für die Top 3 immer auch gute Gründe gibt, sie nicht zu wählen.</p>
<p>Aber letzlich bleiben aus meiner persönlichen Perspektive als einzig Wählbare (and in no particular order):</p>
<ul>
<li><p>Ulf Daude</p></li>
<li><p>Samet Yilmaz</p></li>
<li><p>Björn Thoroe</p></li>
</ul>
<p>Das spannende am Sonntag wird sein, ob Gerrit Derkowski ist evtl. dennoch in eine Stichwahl schafft, aufgrund seines Bekanntheitsgrades.</p>
<p>Und von den Chancen her wäre meine Vermutung, dass Yilmaz, aufgrund der Stärke der GRÜNEN größere Chancen hat (aber ggf. nicht im ersten Wahlgang an erster Stelle). Allerdings können die oben beschriebenen Ereignisse ihm und den GRÜNEN Punkte kosten. Oder vielleicht gibt es da auch einige, die sagen “jetzt erst recht”? Vielleicht ist der Schmidt/SSW auch an Platz 3 oder 4 der lachende Dritte, oder gleichauf mit Thoroe?</p>
<p>Also die Reihenfolge ist eher spannend. Ich würde vermuten das Daude und Yilmaz trotzdem die meisten Stimmen bekommen werden und in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Sollte Derkowski auf Platz 1 oder 2 landen, tippe ich für die Stichwahl darauf, dass dennoch GRÜNE oder SPD das Rennen machen.</p>
<p>Was denkt ihr?</p>


</section>

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  <category>Wahlen</category>
  <guid>https://kielkontrovers.com/posts/25/11-obwahl-abschluss/</guid>
  <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
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