
Die Landesregierung hat zugegeben, dass Reden von Minister:innen mit Künstlicher Intelligenz geschrieben werden.
Es sei „nicht mehr zeitgemäß“, auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu verzichten, argumentiert die Staatskanzlei. In der Landesverwaltung werde vor allem das Large-Language-Modell LLMoin genutzt, welches den Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit gerecht werde. Das Tool wurde vom Landes-IT-Dienstleister Dataport entwickelt.
Zuvor hatte der Wirtschaftsminister Madsen schon angedeutet, dass er ChatGPT nutze. Was eine große Sicherheitslücke ist. Denn alle Daten von ChatGPT werden zeitgleich von dem geheimdienst NSA ausgewertet für die Unterstützung der heimischen Wirtschaft.
In dem Falle von der Firma Lyten, s.a. Batteriefabrik: Lyten will offenbar 60 Millionen Euro zahlen wusste Lyten vermutlich sofort, was die Landesregierung denkt oder plant.
In ihrer unendlichen Fortschrittsgläubigkeit und Naivität offenbart man sich also wahrscheinlich dem Verhandlungspartner.
Die Reden, die mit KI manipuliert wurden, werden zudem nicht öffentlich gekennzeichnet. Das heißt wir als Bürger:innen können nicht identifizieren, an welchem Punkt die KI eingegriffen hat. Dies führt unausweichlich zu einem großen Vertrauensverlust. Vor allem wählen wir ja eine Regierung und finanzieren Redenschreiber:innen, damit die ihre Arbeit machen. Und darum bekommen sie auch das Geld.
Wenn das Ganze jetzt nicht mehr geleistet wird, ist auch die Frage, was denn die Arbeit noch wert ist. Und wer trägt Verantwortung für Fehler? Die Regierung ist ja durchaus für Fehler bekannt, wie früher schon mal in Reden Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid verwechselt hat.
Die Landesregierung ist hier inhaltlich offenbar noch ein paar Jahre zurück, als man die neue Technologie noch neugierig begrüßte. Inzwischen sind allerdings schon so viele Nachteile ans Licht gekommen, dass man den bedenkenlosen Einsatz nicht mehr gutheißen kann.
Insbesondere in unserer Demokratie ist der sensibelste Bereich, bei dem es zu keinem weiteren Vertrauensverlust mehr kommen darf. Und wo der Schaden maximalst ist, wenn es negative Wirkungen gibt. Ausgerechnet hier spielt die Landesregierung nun mit dem Feuer, so als könne nichts passieren.
Es wird zwar betont, dass Texte im Nachhinein überprüft wird. Aber die Erfahrung (auch meine eigene) zeigt, dass sobald ein textuelles Ergebnis vorliegt, man dem einen gewissen Vertrauensvorschuss gibt. Natürlich wird KI nicht mehr verschwinden, aber genau das ist der Grund, warum man aufpassen sollte und eben nicht überall einsetzen.
Gesetze sollten verschärft werden, die Tabubereich ausweiten und die Transparenz erhöhen. Was im Alltag oder im Hobbybereich noch hinnehmbar ist, weil es unkritische Bereiche sind, kann in der Politik fatale Folgen haben. Wir müssen unsere Landesregierung dann haftbar dafür machen, was passiert, weil sie sehenden Auges in diese Katastrophe fliegt!
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